Neue Spur im Dresdner Juwelenraub-Fall? Polizei vernimmt auch MDR-Redakteurin

Dresden - Der Juwelenraub im Grünen Gewölbe schlägt weiter Wellen. Die "Kripo live"-Redaktion des MDR hatte am Sonntag über eine verschlüsselte E-Mail-Adresse ein Kaufangebot für die Juwelen erhalten (TAG24 berichtete). Ob es sich um Trittbrettfahrer handelt, ist noch nicht geklärt.

Am 25. November waren Juwelenräuber ins Grüne Gewölbe eingebrochen.
Am 25. November waren Juwelenräuber ins Grüne Gewölbe eingebrochen.  © dpa/Sebastian Kahnert

Die Anbieter hatten über dieselbe Adresse kommuniziert, über die auch mit einer israelischen Sicherheitsfirma der Kontakt in der vergangenen Woche aufgenommen worden sein soll.

"Staatsanwaltschaft Dresden und Polizei ermitteln im vorliegenden Fall wegen des Verdachts der versuchten Erpressung gegen unbekannt", so Staatsanwalt Jürgen Schmidt (44).

Dafür wird auch die verantwortliche Redakteurin des MDR als Zeugin vernommen und weitere Auskünfte beim MDR eingeholt werden.

Dass die E-Mails von Trittbrettfahrern verfasst wurden, bestätigt die Staatsanwaltschaft vorerst nicht: "Eine Bewertung des E-Mail-Verkehrs ist erst im Anschluss möglich."

In einem längeren E-Mail-Verkehr zwischen dem MDR und den Juwelenanbietern ging es um drei Stücke aus der Sammlung, für die mehrere Millionen Euro in Bitcoins gefordert wurden. Zugleich wurde gedroht, den kostbaren Schmuck zu zerstören.

Seither ist der Juwelenschatz verschollen.
Seither ist der Juwelenschatz verschollen.  © Polizei Dresden
Staatsanwalt Jürgen Schmidt (44) betont, dass die E-Mails erst einmal bewertet werden müssen.
Staatsanwalt Jürgen Schmidt (44) betont, dass die E-Mails erst einmal bewertet werden müssen.  © Steffen Füssel

Titelfoto: dpa/Sebastian Kahnert, Sebastian Füssel

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