25 neue Stolpersteine erinnern an ermordete Juden

Dresden - Sie entreißen von Nazis vertriebene oder ermordete Dresdner dem Vergessen: Am Donnerstag verlegt Künstler Gunter Demnig (70) weitere 25 "Stolpersteine" in der Friedrichstadt, in Striesen, Johannstadt, Loschwitz und in der Altstadt.

Künstler Gunter Demnig (70) verlegt heute 25 Stolpersteine in Dresden.
Künstler Gunter Demnig (70) verlegt heute 25 Stolpersteine in Dresden.  © Uwe Meinhold

Die pflastersteingroßen Mahnmale erinnern etwa an das Schicksal der Familie Geyer. Sie wohnte in der Mathildenstraße 15. Während die Kinder Cäcilie, Minna und Max 1939 gerade noch nach England entkommen konnten, wurde Mutter Calcia 1942 nach Riga deportiert, im November 1943 im Alter von 60 Jahren in Auschwitz umgebracht. Ihr einziges "Vergehen": Sie waren Juden.

Gunter Demnig, der die Stolperstein-Aktion 1992 gegründet hatte, zu TAG24: "Ich freue mich auf Dresden." 202 Stolpersteine wurden hier seit 2009 bereits verlegt. Die Kosten von je 120 Euro werden durch Paten getragen, von dem Geld werden Material, Herstellung, Verwaltung und Verlegung finanziert.

In Europa sind es inzwischen mehr als 67.000 Stolpersteine verlegt.

Titelfoto: Uwe Meinhold


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