Streit um Rathaus-Turm: Baubürgermeister stellt plötzlich alles wieder in Frage

Dresden - Wie hoch wird der neue Rathausturm am Ferdinandplatz? Diese Frage sorgte in den vergangenen Monaten immer wieder für Diskussionen. Nun haben sich die Stadtverwaltung und das Landesamt für Denkmalschutz geeinigt. Dabei ist unklar, ob es überhaupt einen Turm geben wird.

Denkt man an den neuen Ferdinandplatz, hat man diese Visualisierung vor Augen. Dabei wird das neue Verwaltungszentrum ganz anders aussehen.
Denkt man an den neuen Ferdinandplatz, hat man diese Visualisierung vor Augen. Dabei wird das neue Verwaltungszentrum ganz anders aussehen.  © Barcode Architects

Wie das neue Verwaltungszentrum einmal aussehen wird, ist nämlich noch völlig offen. "Ein Hochpunkt war zu keinem Zeitpunkt zwingend vorgegeben", sagt Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (42, Grüne).

Die genaue Ausformung des Baukörpers stehe nämlich erst mit dem Ergebnis des "Wettbewerblichen Dialogs" fest. In diesem sucht die Stadt einen Generalunternehmer für die Planung und den Bau des neuen Verwaltungssitzes.

Dessen maximale Höhe soll nun bei maximal 34 Metern liegen. Darauf hat sich die Stadtverwaltung mit dem Landesamt für Denkmalpflege verständigt. Der geänderte Planungsentwurf soll nun dem Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften vorgelegt werden.

Stimmt der Stadtrat den geänderten Plänen zu, wird der Turm - sollte er gebaut werden - am Ende nur halb so hoch wie im ursprünglichen Vorschlag des Stadtplanungsamtes. Da war nämlich noch von bis zu 60 Metern die Rede.

Die Entscheidung wirkt sich nicht nur auf die Optik des neuen Verwaltungszentrums aus. Mit der geringeren Höhe geht auch Fläche verloren, auf der Mitarbeiter untergebracht werden sollten. Wie viel Platz genau verloren geht, steht noch nicht fest. Für die Mitarbeiter werde es aber in jedem Fall ausreichend Platz geben, so der Baubürgermeister.

Ein Turm sei nicht zwingend vorgegeben, sagt Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (42, Grüne).
Ein Turm sei nicht zwingend vorgegeben, sagt Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (42, Grüne).  © Ove Landgraf

Titelfoto: Ove Landgraf

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