Zu viele Autos! So will Dresden den Verkehr reduzieren





Zusammen mit vielen anderen werben Jörg Wendisch (62;v.l.) Anja Maatz (33) 
und Kathrin Socher (35) mit eigenen Plakaten für Alternativen zum Auto.
Zusammen mit vielen anderen werben Jörg Wendisch (62;v.l.) Anja Maatz (33) und Kathrin Socher (35) mit eigenen Plakaten für Alternativen zum Auto.  © Petra Hornig

Dresden - Die Stadt wächst - und dennoch sollen zukünftig weniger Autos durch Dresden fahren. Erreicht werden soll das dadurch, dass Autofahren unattraktiver, das Umsteigen auf Rad, Bahn und Leihauto an 75 Mobilitätspunkten dafür einfacher wird. Am Mittwoch startete eine 200.000 Euro teure Werbekampagne.

Unter dem Motto „Multimobil. Für Dich. Für Dresden“ werben unter anderem fünf Dresdner auf Plakaten und Straßenbahn dafür, dass ein eigenes Auto nicht unersetzlich ist.

Der Hintergrund aus Rathaus-Sicht: „Dresden wächst stetig. Der Platz für neue Verkehrsflächen ist jedoch endlich. Wir müssen viel eher schauen, das ganze Blech aus der Stadt zu bekommen und die Flächen besser zu nutzen“, so Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne, 40).

Möglich machen sollen das auch 75 Mobilitätspunkte. 13 davon sollen Zentrale Mobilitätspunkte zum Beispiel am Postplatz oder am Bahnhof Neustadt werden.





Auf dieser Fläche am Bahnhof Neustadt soll noch in diesem Jahr der erste 
Zentrale Mobilitätspunkt entstehen.
Auf dieser Fläche am Bahnhof Neustadt soll noch in diesem Jahr der erste Zentrale Mobilitätspunkt entstehen.  © Thomas Türpe

An den großen Mobilitätspunkten wird es Ladestellen für E-Autos, Parkplätze für Leih-Autos, Radbügel, einen Fahrradverleih und Gepäckboxen geben. Zudem ist ein DVB-Halt in der Nähe.

Auch die kleineren Punkte sind nie weiter als 400 Meter von einen DVB-Halt entfernt und haben mindestens Radbügel sowie Rad- und Autoverleih, zum Beispiel SZ-Bikes oder „teilAuto“. Für beide Angebote gibt es Rabatte für Besitzer von DVB-Jahreskarten.

Mit bis zu 600.000 Fahrgästen werktags bleiben die Verkehrsbetriebe zudem die zentrale Auto-Alternative. Wichtig für das Thema Multi-Mobilität: Die Fahrradmitnahme bleibt auch zukünftig ab einer Monatskarte kostenlos. Pläne, ein extra Rad-Ticket einzuführen, bleiben in der Schublade.

Auch der VVO baut um. Weil immer mehr Räder mitgenommen werden, lässt der Verkehrsverbund im Saxonia-Express zwischen Leipzig und Dresden pro Zug sechs Sitzplätze zugunsten von Radstellplätzen ausbauen.

Vor allem im Feierabendverkehr staut es sich in der Dresdner City. 
Mittelfristig will die Stadt die Anzahl der Autos senken.
Vor allem im Feierabendverkehr staut es sich in der Dresdner City. Mittelfristig will die Stadt die Anzahl der Autos senken.  © Ove Landgraf




Wirbt als „Multi-Raoul“ für mehr Multi-Mobilität, also für Alternativen zum 
Auto: Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne, 40).
Wirbt als „Multi-Raoul“ für mehr Multi-Mobilität, also für Alternativen zum Auto: Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne, 40).  © Petra Hornig




Auch DVB-Boss Andreas Hemmersbach (48) beteiligt sich an der Kampagne.
Auch DVB-Boss Andreas Hemmersbach (48) beteiligt sich an der Kampagne.  © Petra Hornig

Titelfoto: Petra Hornig


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