Erneuter Neumarkt-Ärger: Wie korrekt ist Blobels "Petit Bazar"?

Der historisierende Neubau
Der historisierende Neubau  © Visualisierung arte4d

Dresden - Was ist denn das? Am Neumarkt entsteht an exponierter Stelle ein historischer aussehender Bau, den es so gar nicht gab. Das frühere Kaufhaus Bothen (1850-51). Bekannt als "Au Petit Bazar" (frz. Im Kleinen Bazar). Bauherr ist Nobelpreisträger Günter Blobel (80).

Der nun vorgelegte Entwurf des Dresdner Architekten Michael Kaiser macht auf alt, hat aber Kernelemente des 1945 zerstörten Originals einfach gestrichen:

Die Schaufensterreihe im 1. OG, einen umlaufender Balkon. Stolze steinerne Frauenfiguren, die einst von oben auf den Neumarkt schauten, ducken sich nun auf halber Etage. Das Dach ist plötzlich ein Staffelgeschoss.

Blobel finanziert das acht Millionen Euro teure Haus aus eigener Tasche. Partner ist die Firma USD, der frühere Investor Kondor Wessels "musste gehen", so Kaiser.

Zum Baustand sagt er: "Mit der Baugrube haben sie noch bis Ende März zu tun, dann wird der Keller betoniert. Im Oktober sollte das Dachgeschoss erreicht sein!" Es würden acht Mietwohnungen gebaut.

Nobelpreisträger Günter Blobel (80)
Nobelpreisträger Günter Blobel (80)

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