Verstorbener Altkanzler Helmut Kohl soll Ehrenbürger Dresdens werden

Helmut Kohl (re.) bei seinem Besuch auf dem Neumarkt in Dresden am 20. September 2001. Hier traf er Michail Gorbatschow.
Helmut Kohl (re.) bei seinem Besuch auf dem Neumarkt in Dresden am 20. September 2001. Hier traf er Michail Gorbatschow.  © Robert Michael

Dresden - Der am Freitag verstorbene Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl (†87) soll die Ehrenbürgerschaft der Stadt Dresden erhalten!

Das schlägt zumindest die Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden (GHND) vor. „Helmut Kohl war ein begnadeter Redner und konnte Menschen mit seiner Person begeistern, so auch beim Besuch am 19. Dezember 1989 in Dresden, wo er auf dem Neumarkt vor der Ruine der Frauenkirche seine wohl wichtigste Rede hielt“, so der GHND-Vorstand.

Kohls Engagement habe auch speziell dem Wiederaufbau der Frauenkirche gegolten. „Er war sich der Bedeutung dieses Kirchenbaus als Symbol für Frieden und Versöhnung zutiefst bewusst“, argumentiert Torsten Kulke, Mitglied des GHND-Vorstands.

„Ohne sein geschicktes Agieren, seine Tatkraft in dieser geschichtlichen Stunde 1989 wäre weder der Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche durchführbar, noch des sie umgebenden Neumarktes in der heutigen Qualität denkbar gewesen.“ Die GHND setzt sich seit 1999 für die Frauenkirche und die historische Rekonstruktion des Neumarkts ein.

Bislang wurde 57 Menschen die Ehrenbürgerschaft der Stadt Dresden verliehen. Seit 1833 wird diese besondere Auszeichnung beispielsweise an Künstler, Wissenschaftler, Politiker oder Bürgermeister verliehen.

Übrigens: Zuletzt erhielt Eberhard Burger, Baudirektor für den Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche, diese Auszeichnung.


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