Die Hüllen sind gefallen! Dresden hat "Regimentshaus" wieder

Dresden - Jetzt sind am Neumarkt auch die letzten Hüllen gefallen. Zum Vorschein kam - direkt gegenüber dem Johanneum - eine neue, wiedergewonnene Barock-Perle Dresdens: das Regimentshaus.

Auferstanden aus Ruinen: Das (fast) fertige neue Karree mit dem als Leitbau errichteten Regimentshaus.
Auferstanden aus Ruinen: Das (fast) fertige neue Karree mit dem als Leitbau errichteten Regimentshaus.  © Norbert Neumann

1710 unter August dem Starken gebaut, war es zunächst Sitz des Stadtkommandanten. Doch schon nach acht Jahren zog der ins Zeughaus (heute Albertinum).

Der reicht geschmückte Barockbau mit seinen beiden Portalen und dem auffälligen Rundfenster im Dreieckgiebel diente danach jahrelang als Kunstkammer, Bibliothek, Kupferstichkabinett und Anatomiekammer.

1729 schenkte es August seinem Kabinettsminister Graf von Friesen. Nach etlichen Besitzer- und Nutzerwechseln residierte in den 1930er Jahren hier das rustikale Restaurant "Burgkeller", ehe der Bau 1945 im Bombenhagel unterging.

Nach zwei Jahren Bauzeit hat das Unternehmen USD ("Unser schönes Dresden") das komplette Karree VI mit dem Regimentshaus weitgehend originalgetreu wiederaufgebaut - mit Platz für 54 Wohnungen, 14 Büros und 11 Geschäfte. Wer einziehen will: Die Vermietung läuft ...

Barocke Pracht: Das "Regimentshaus" in den 1930er Jahren. Im Erdgeschoss residierte damals der "Burgkeller".
Barocke Pracht: Das "Regimentshaus" in den 1930er Jahren. Im Erdgeschoss residierte damals der "Burgkeller".  © SLUB/Deutsche Fotothek

Titelfoto: Norbert Neumann