Foodsharing! Diese Dresdnerin teilt ihr Essen

Der Umsonst-Laden in der Dresdner Neustadt - ein beliebter Ort für Foodsharing.
Der Umsonst-Laden in der Dresdner Neustadt - ein beliebter Ort für Foodsharing.  © Eric Münch

Dresden - Sie ist die gute Seele aus der Neustadt, rettet Tomaten, Joghurt oder Käse vor dem Müll. Aber nicht nur für sich, sondern auch für andere. Der bundesweite Trend von "Foodsharing" hat nämlich längst auch in Dresden Fuß gefasst.

Für Vivien F. (28) kommt die Verschwendung von Brot, Butter oder Milch nicht in die Tüte. „Mich stört, dass so viel weggeschmissen wird“, sagt die Asien-Wissenschaftlerin. Laut Studien landen nämlich bis zu 50 Prozent aller Lebensmittel im Müll. Das sind fast 80 Kilo oder 235 Euro.

Zuviel für Vivien. Engagiert holt Sie aussortiertes Backwerk, Brot, Brötchen oder Kuchen von Bäckereien ab, sammelt Obst und Gemüse oder Produkte (kurz vorm Ablaufdatum) von Wochen- und Supermärkten ein. Und verteilt die Sachen weiter. "Das Ganze hat nichts mit Armut zu tun, sondern mit einem bewusst nachhaltigen Lebensstil."

Was nicht direkt unter die Leute kommt, geht an Verteilstationen oder öffentliche Kühlschränke – den "Fairteiler". Einer davon steht im "Umsonstladen" in der Neustadt. Dort kann jeder Lebensmittel abgeben oder sich bedienen. Nur verderbliche Sachen wie Hackfleisch, Fisch oder Ei müssen draußen bleiben. Das Lebensmittelamt hat ein Auge darauf.

Organisiert ist die Teiler-Szene über Plattformen wie foodsharing.de – kooperiert sogar mit der "Tafel". Denn übrig bleibt immer etwas.

Vivien F. (28) nutzt die öffentlichen „Fairteiler“-Kühlschränke zum Tauschen von 
Lebensmitteln.
Vivien F. (28) nutzt die öffentlichen „Fairteiler“-Kühlschränke zum Tauschen von Lebensmitteln.  © Eric Münch

Titelfoto: Eric Münch