30 Neustadt-Razzien: Die meisten Verdächtigen waren Deutsche

Dresden - Im Kampf gegen Drogen und Gewalt rückte die Polizei im vergangenen Jahr 30-mal zu Großrazzien in die Neustadt ein. Jetzt zogen die Beamten Bilanz.

2018 rückte die Polizei zu 30 Großeinsätzen in die Neustadt ein.
2018 rückte die Polizei zu 30 Großeinsätzen in die Neustadt ein.  © imago/Sven Ellger

1370 Polizisten waren insgesamt beteiligt. 235 Strafverfahren leiteten die Beamten ein. 152 wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetzes (davon 135 wegen Drogenbesitzes, 17 wegen Drogenhandels).

Wegen Diebstahls wurden 13 Ermittlungsverfahren eingeleitet, 12 wegen Körperverletzungen. Unter den 215 ermittelten Tatverdächtigen: 110 Deutsche, 39 Tunesier, 18 Libyer, 7 Marokkaner, 6 Afghanen und 17 weiterer Nationen.

"Auch wenn unsere Kontrollergebnisse gut klingen, bleibt noch viel zu tun. Anwohner, Gewerbetreibende und unsere Einsatzkräfte bestätigen immer wieder, dass der Handel mit Drogen in der Äußeren Neustadt zunimmt. So wurden selbst zivilen Polizisten mehrfach Drogen zum Kauf angeboten", sagt Matthias Imhof (38), Leiter des Polizeireviers Nord.

"Diesen Trend zu stoppen, ist möglich. Wie die Einsätze am Wiener Platz aber auch gezeigt haben, braucht man dafür einen langen Atem."

Den zeigt die Polizei auch im neuen Jahr: Freitag- und Samstagabend gab es erneute Neustadt-Großeinsätze. 75 Personen wurden kontrolliert, sechs Anzeigen gefertigt.

Titelfoto: imago/Sven Ellger

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