Grüne fordern radikales Maßnahmenpaket: So soll Dresden gegen den Klimawandel ankämpfen

Dresden - Die nächste Hitzewelle mit knapp 40 Grad rollt auf die Landeshauptstadt zu. Kann Dresden helfen, den Klimawandel aufzuhalten und schon 2035 zur klimaneutralen Stadt werden? Die Dresdner Grünen wollen das mit einem "radikalen" Maßnahmenpaket angehen. Den Auftakt bildet eine Aktuelle Stunde im Stadtrat.

2035 soll Dresden "klimaneutrale Stadt" sein.
2035 soll Dresden "klimaneutrale Stadt" sein.  © Norbert Neumann

Zehn Tonnen des klimaschädlichen Gases CO2 produziert jeder Dresdner momentan im Schnitt. In den letzten Jahren stiegen diese Werte sogar wieder. Die Grünen wollen umsteuern. Null bis maximal eine Tonne soll der CO2-Fußabdruck jedes Dresdners im Jahr 2035 sein.

"Das ist unser Idealziel. Das Thema hat endlich die Dringlichkeit, die wir seit langem sehen. Wir müssen sofort handeln, um überhaupt noch eine Chance zu haben", so der klimapolitische Sprecher der Partei, Dr. Wolfgang Deppe (63).

Konkrete Forderungen: Das DREWAG-Kraftwerk an der Nossener Brücke, welches 2030 eh umgerüstet werden soll, muss auf regenerativ erzeugtes (Methan)-Gas umgestellt werden.

Der Energiekonzern soll mehr eigene Solar- und Windkraftparks betreiben. Windkraftanlagen im Stadtgebiet (Autobahnraststätte Dresdner Tor) sollen geprüft werden. Bei Neubauten würde ein "Solar" bei geeigneten Dächern Pflicht.

Bereits im Jahr 2025 sollen 25 Prozent aller kommunalen Dächer mit Photovoltaikanlagen ausgestattet sein, Teils mit Bürgerenergiegenossenschaften als Betreiber. Der Autoanteil soll sinken, mehr Leute Rad oder Bahn fahren.

"Ein durchdachtes, aber sehr ambitioniertes Maßnahmenpaket, wir müssen radikaler Klimaziele durchsetzen", so Dr. Deppe weiter. Die Forderungen sollen Teil der Verhandlungen über neue Ratsmehrheiten werden.

Inwieweit das machbar ist, blieb am Donnerstag offen. Die Stadt äußerte sich zur Umsetzbarkeit der Pläne nicht.

Geht es nach den Grünen, fahren immer mehr Dresdner Rad.
Geht es nach den Grünen, fahren immer mehr Dresdner Rad.  © Norbert Neumann
Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (53, Grüne) ist für den Dresdner Klimaschutz verantwortlich.
Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (53, Grüne) ist für den Dresdner Klimaschutz verantwortlich.  © Eric Münch
Autos sollen möglichst elektrisch durch Dresden rollen.
Autos sollen möglichst elektrisch durch Dresden rollen.  © Klaus Jedlicka

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