Vor 13. Februar! Antifa provoziert mit verhülltem Gedenkstein

Ein Bettlaken verhüllt den Obelisken in Nickern: „Nationalismus und Geschichtsverklärung verhüten – Dresden du Täter*in!“ verdeckt."
Ein Bettlaken verhüllt den Obelisken in Nickern: „Nationalismus und Geschichtsverklärung verhüten – Dresden du Täter*in!“ verdeckt."

Dresden - Am 13. Februar gedenkt Dresden wieder den Opfern der Bombardierung 1945. Auch der Obelisk in Nickern ist diesen gewidmet, wurde jedoch im letzten Jahr zum Ziel einer Neo-Nazi Demo. Nun hat sich die Antifa eingeschaltet.

Die linken Aktivisten verhüllten den Gedenkstein mit einem Bettlaken.

Damit wird der ursprüngliche Spruch: „Wir gedenken der Opfer des anglo-amerikanischen Bombenterrors“ von dem Satz: „Nationalismus und Geschichtsverklärung verhüten – Dresden du Täter*in!“ verdeckt.

Am Freitag äußerte sich das "Offene-Antifa-Plenum" zu der Aktion: "Der Wortlaut des Gedenksteins passt in den Diskurs der Neo-Nazis, welche die Bombardierung Dresdens als bloßen Terror gegen die Zivilbevölkerung darstellt", so Pressesprecherin Luca Burghardt.

„Ziel der Aktion ist es, Revisionismus zu überwinden, das Bombardement in den richtigen Kontext zu setzen, in der Hoffnung, dass sich auch die Dresdner Stadtgesellschaft endlich (selbst-)kritisch mit der Vergangenheit Dresdens auseinandersetzt.“

Tatsächlich setzt sich auch die rot-rot-grüne Mehrheit im Stadtrat für eine Änderung des Gedenkspruches ein (TAG24 berichtete). Statt lediglich an die Opfer des Bombenterrors zu erinnern, sollte allen Toten der beiden Weltkriege gedacht werden, so Linke, Grüne und die SPD.

Am 12. Februar 2016 zogen Hunderte Nazis zu dem Obelisken in Nickern. Auch für Samstag sind schon zwei rechte Demonstrationen in Dresden geplant.

Der Obelisk soll aber nicht angesteuert werden.

„Wir gedenken der Opfer des anglo-amerikanischen Bombenterrors“  - Der Spruch wird schon lange von der rot-rot-grünen Stadtratsmehrheit kritisiert.
„Wir gedenken der Opfer des anglo-amerikanischen Bombenterrors“ - Der Spruch wird schon lange von der rot-rot-grünen Stadtratsmehrheit kritisiert.  © Eric Münch