Rentnerin musste Notdurft auf Bahnsteig verrichten: Zug hätte gar nicht losfahren dürfen!

Dresden - Da die Toiletten nicht funktionierten, musste die schwerbehinderte Dresdnerin Hannelore T. (58) vor den Augen anderer Passagiere mitten auf dem Bahnsteig ihre Notdurft verrichten (TAG24 berichtete).

Hannelore (58) und ihr Mann Gerhard T. (65) aus Dresden ärgern sich über die Erniedrigung und das Verhalten der Deutschen Bahn nach dem Vorfall.
Hannelore (58) und ihr Mann Gerhard T. (65) aus Dresden ärgern sich über die Erniedrigung und das Verhalten der Deutschen Bahn nach dem Vorfall.  © Holm Helis

Die Deutsche Bahn hat den Vorfall jetzt aufgearbeitet und räumt ein: Der Zug hätte so gar nicht losfahren dürfen! Denn beide Toiletten waren bereits vor Fahrtbeginn defekt.

"Insgesamt eine sehr unglückliche Situation, bei der offenbar keine interne Meldung zu den nicht benutzbaren Toiletten erfolgte und daher keine Abhilfe im Vorfeld möglich war", sagt Bahnsprecher Holger Auferkamp.

Denkbar wäre dann etwa ein Waggontausch gewesen. Gemeinsam mit den Mitarbeitern werde die Bahn die Abläufe noch mal gründlich prüfen.

"Wir entschuldigen uns in aller Form", so Auferkamp. Er versprach, mit der gedemütigten Frau persönlich in Kontakt zu treten...

Auf so einem Bahnsteig musste die schwerbehinderte EU-Rentnerin am späten Nachmittag ihre Notdurft verrichten - vor der Augen der Passagiere im Zug.
Auf so einem Bahnsteig musste die schwerbehinderte EU-Rentnerin am späten Nachmittag ihre Notdurft verrichten - vor der Augen der Passagiere im Zug.  © Holm Helis

Mehr zum Thema Dresden:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0