Aus alter Heeres-Mühle wird eine Zukunfts-Schmiede

Blick in die denkmalgeschützte Mühle. Historische Produktionsteile sollen erhalten bleiben.
Blick in die denkmalgeschützte Mühle. Historische Produktionsteile sollen erhalten bleiben.  © Andreas Weihs

Dresden - Der Technologie-Riese Samsung küsst einen weiteren Teil der historischen Albertstadt wach: Hier entsteht der neue Firmensitz seiner Tochter Novaled. Für 25 Millionen Euro werden die Alte Mühle saniert und ein Technikum mit Laboren gebaut.

Gestern war Grundsteinlegung mit Politikprominenz - Ministerpräsident Stanislaw Tillich (58, CDU) und Oberbürgermeister Dirk Hilbert (45, FDP). Auf dem 10 200 Quadratmeter großen Grundstück - nahe dem im früheren Speicher der Heeresbäckerei untergebrachten Stadtarchiv - soll bis Mitte 2018 alles fertig sein.

Die Mühle wird zum Bürogebäude. Das Gebäude wurde bereits zum Teil entkernt, die Bausünden seien entfernt, hieß es.

Als Neubau entsteht ein 110 Meter langes Technikum mit Forschungsbereich, Reinräumen und Laboren.

Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU, r.) mit Novaled-Boss Gerd Günther.
Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU, r.) mit Novaled-Boss Gerd Günther.  © Andreas Weihs

Novaled-Chef Gerd Günther: "Unser generelles Ziel war es immer, in Dresden zu bleiben. Dabei wurden wir von Samsung unterstützt.“

Die Lage nahe des Flughafens sei optimal. Tillich: „Das Engagement ist gut für den Standort Dresden mit seinen zahlreichen Hochtechnologieunternehmen. Es stärkt zugleich den gesamten Innovationsstandort Sachsen."

Novaled ist nach eigenen Angaben weltweit der einzige Lieferant von organischen Dotiermaterialien für die Massenproduktion von OLED-Displays. Dresdner Know-how und Material stecken somit in den meisten Smartphones und Tablets, aber auch in Audi-TT-Rückleuchten.

Das Unternehmen entstand als Ausgründung der TU Dresden und Fraunhofer. Seit Ende 2013 gehört die Firma mit derzeit 135 Mitarbeitern zu Samsung.

Am Montag legten Ministerpräsident Stanislaw Tillich (l.) und OB Dirk Hilbert (3.v.l.) den Grundstein für den neuen Firmensitz.
Am Montag legten Ministerpräsident Stanislaw Tillich (l.) und OB Dirk Hilbert (3.v.l.) den Grundstein für den neuen Firmensitz.  © Andreas Weihs
Mitte 2018 sollen der Neubau fertig, die Mühle saniert sein. Investiert werden 25 Millionen Euro.
Mitte 2018 sollen der Neubau fertig, die Mühle saniert sein. Investiert werden 25 Millionen Euro.  © Visualisierung Novaled

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