OB Hilbert wettert über lahme Fördermittel-Vergabe für E-Zapfsäulen

Dresden - Dresden unter Strom: Die Gläserne Manufaktur verdoppelte die e-Golf-Produktion, immer mehr Elektroautos surren durch die Stadt. Nur Stromtankstellen gibt's viel zu wenige! Längst wollte OB Dirk Hilbert (46, FDP) neue E-Zapfsäulen bauen. Doch stattdessen muss er auf ein Förderbescheid aus Berlin warten. Seit fast einem halben Jahr ...

Nur 50 öffentliche E-Tankstellen gibt es in Dresden. 78 weitere sind seit fast einem halben Jahr geplant, können aber bislang nicht gebaut werden.
Nur 50 öffentliche E-Tankstellen gibt es in Dresden. 78 weitere sind seit fast einem halben Jahr geplant, können aber bislang nicht gebaut werden.  © Ove Landgraf

"Ohne weitere Elektroladesäulen wird es keinen Fortschritt bei der Elektromobilität geben", sagt Hilbert besorgt. Bislang gibt's nur 50 öffentliche Stromtanken, in einigen Stadtteilen gar keine. Und der Bedarf steigt: Aktuell surren 404 E-Autos durch Dresden (Anfang 2017 waren es 205; Anfang 2016: 146).

Darum stellte die Stadt bereits im September beim Verkehrsministerium in Berlin einen millionenschweren Förderantrag. Inhalt: 52 Ladestationen sollen stadtweit errichtet werden. Dazu 26 Schnell-Ladestationen (da dauert's maximal 30 Minuten) in Zentrumsnähe, geplant etwa am Fetscher-, Carola-, Pirnaischen- und Bönischplatz.

Doch auf den Berliner Förderbescheid wartet Hilbert bis jetzt vergeblich. Und das, obwohl er wegen der Bummelei bereits persönlich in Berlin vorgesprochen hatte. "Ein halbes Jahr Verlust ist eine Katastrophe für das Land", ärgert sich Hilbert. "Ich werde es jetzt erneut versuchen, aber wenn der Bund sich weiter so schwer tut, verliert Dresden - und auch Deutschland den Anschluss in Sachen Elektromobilität."

Warum bremst der Bund Dresden aus? "Es sind rund 1000 Förderanträge eingegangen. Die werden der Reihe nach abgearbeitet", teilt das Verkehrsministerium mit. "Es kann aber ein Antrag auf vorzeitigen Maßnahmenbeginn gestellt werden ..."

Natürlich im e-Golf: Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (46, FDP) will jetzt erneut nach Berlin düsen, damit das Verkehrsministerium endlich die Fördergelder frei gibt.
Natürlich im e-Golf: Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (46, FDP) will jetzt erneut nach Berlin düsen, damit das Verkehrsministerium endlich die Fördergelder frei gibt.  © Petra Hornig

Titelfoto: Ove Landgraf, Petra Hornig


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