5G-Funkstandard für Dresden: Widerstand gegen OB Hilberts Modellstadt-Plan

Dresden - Ohne den Stadtrat zu befragen, hatte OB Dirk Hilbert (48, FDP) entschieden, dass Dresden Modellstadt für den neuen Mobilfunkstandard 5G werden soll. Doch dagegen formiert Widerstand. Gegner übergaben jetzt eine Petition mit 4081 Dresdner Unterzeichnern an Hilbert. Zwei Anträge kommen in den Rat.

Vor dem Rathaus unterstützte eine Demo die Forderungen der Anti-5G-Petition.
Vor dem Rathaus unterstützte eine Demo die Forderungen der Anti-5G-Petition.  © Steffen Füssel

Die Fakten: 5G ist umstritten. Kritiker bezweifeln, dass ein solches superschnelles Netz flächendeckend gebraucht wird.

Zudem waren Wissenschaftler vor nicht erforschten Gefahren.

Die staatliche Schweizer Arbeitsgruppe Mobilfunk sagt, Risiken "seien noch nicht abschließend geklärt".

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"Vor diesem Hintergrund kann es nicht sein, dass OB Hilbert sich nicht an demokratische Grundregeln hält", so der Initiator der Petition, Martin Straube (67).

Der Ingenieur will den Stopp des 5G-Ausbaus in Dresden erreichen.

Hilbert nahm die Petition am Donnerstagabend entgegen und versprach eine Behandlung im Petitionsausschuss: "Dass es bei neuen Technologien Bedenken gibt, ist völlig normal. Wir müssen frühzeitig, neutral und umfassend informieren."

Die Freien Wähler wollen per Beschluss eine umfassende Debatte und einen Bürgerentscheid zum Thema. Per Ersetzungsantrag wollen die Grünen, dass neutral über Chancen und Risiken der neuen Technologie informiert wird.

Martin Straube (67) übergab die Petition an OB Dirk Hilbert (48, FDP).
Martin Straube (67) übergab die Petition an OB Dirk Hilbert (48, FDP).  © Steffen Füssel

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