Dresdens letzter SED-OB wird 75: Berghofer bleibt "grimmiger Optimist"

Er war Dresdens letzter OB zu DDR-Zeiten: Wolfgang Berghofer wird am Sonntag 75.
Er war Dresdens letzter OB zu DDR-Zeiten: Wolfgang Berghofer wird am Sonntag 75.  © DPA

Dresden - Früher sozialistischer SED-Funktionär, heute Unternehmensberater - das Kapital war für Dresdens ehemaligen OB Wolfgang Berghofer in jeder Lage ein Thema. Am Sonntag wird er 75 Jahre.

Von 1986 bis 1990 war Berghofer Oberbürgermeister von Dresden. Im Oktober '89 war er Mitinitiator des Dresdner Dialogs mit der oppositionellen "Gruppe der 20". Wegen seiner Bemühungen um Veränderung trug Berghofer zur Wendezeit den Beinamen "Bergatschow". Er galt damals vielen als Hoffnungsträger, seine politische Karriere war mit der Wende trotzdem zu Ende. Für die Zukunft sieht er aber nicht schwarz: "Ich bin ein grimmiger Optimist", sagt Wolfgang Berghofer heute.

Der gebürtige Bautzner lebt heute als Unternehmensberater in Berlin. Ans Aufhören denkt er nicht. "Wenn man aus einem so intensiven Leben kommt und dann plötzlich aussteigt - da wird alles leer."

Er halte sich mit Schwimmen, Radfahren und Wandern fit und sei für die Familie mit Frau, Sohn und Tochter sowie drei Enkelkindern da.

Wolfgang Berghofer (r.) 1989 mit dem damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl (†87) in Dresden.
Wolfgang Berghofer (r.) 1989 mit dem damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl (†87) in Dresden.  © DPA

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