Töberich verliert Millionenstreit gegen Stadt Dresden

Dresden - Im Streit um das mehrere Millionen Euro teure Bauprojekt "Marina Garden" musste Architektin und Investorin Regine Töberich (53) eine Niederlage einstecken.

Regine Töberich war am Freitag nicht anwesend. (Archivbild)
Regine Töberich war am Freitag nicht anwesend. (Archivbild)  © Ove Landgraf

Vor dem Oberlandesgericht Dresden verlor sie am Freitag den Streit. Sie selbst war zur Urteilsverkündung nicht anwesend.

Sie muss nun die Verfahren- und Gerichtskosten tragen. Die Begründung: Die Stadt habe zwar die Amtspflicht grob verletzt, allerdings hat diese Verletzung nicht direkt zu einem Schaden geführt, weil die Stadt das Bauprojekt auch hätte später ablehnen können.

Rückblick: Töberich verklagte die Stadt Dresden, weil diese das Bauprojekt "Marina Garden" offenbar zu Unrecht nicht bewilligte.

Bisher forderte die Investorin von der Stadt immer "bis zu 24,1 Millionen Euro", hatte die Summe in einem ersten Schritt aber auf drei Millionen Euro begrenzt. So sollten Gerichtskosten begrenzt werden.

Weil nun aber eine Verjährung der Ansprüche drohte, forderte die 53-Jährige die kompletten 24,1 Millionen Euro abzüglich des Grundstückswertes von 5,6 Millionen Euro.

Das fällt der Investorin jetzt auf die Füße. Allein am Oberlandesgericht laufen laut einer Sprecherin Gebühren von über 400.000 Euro auf. Anwaltskosten dürften mindestens gleichhoch sein. Hinzu kommen geschätzte 200.000 Euro für die Kosten am Landgericht. Damals lag der Streitwert noch deutlich geringer bei drei Millionen Euro.

Revision wurde nicht zugelassen. Eine Hoffnung bleibt noch: Bei Beantragung einer Nicht-Zulassungsbeschwerde kann der Fall bis vor den Bundesgerichtshof gehen.

Titelfoto: Ove Landgraf


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