Rentner (84) zwingt Dresdner Strom-Abzocker in die Knie 





Im März bekamen die Dresdner Abzocker erst den Negativpreis „Prellbock 2015“ 
verliehen.
Im März bekamen die Dresdner Abzocker erst den Negativpreis „Prellbock 2015“ verliehen.  © dpa/Arno Burgi

Dresden - Ein Rentner aus Oederan hat gemeinsam mit der Verbraucherzentrale Sachsen (VZS) einen Dresdner Strom-Abzocker in die Knie gezwungen.

Der Fall: Der 84-Jährige zahlte als ehemaliger Angestellter des örtlichen Stromversorgers nur die Grundgebühren. Ein Anbieterwechsel kam für ihn daher nie in Betracht.

Dann besuchte ihn eine Vertreterin der Dresdner Sparenergie GmbH. "Angeblich wollte sie prüfen, ob er seine Stromkosten senken kann", berichtet VZS-Referent Matthias Hummel. Dabei habe die Dame dem betagten Mann ein Formular untergeschoben, das einen Stromanbieterwechsel in Gang setzte.

"Ältere Verbraucher lassen sich leider oft überrumpeln, wenn ihnen ein freundlicher Vertreter an der Haustür etwas andrehen will", weiß Rechtsexperte Hummel.

Auf Vertragswiderrufe habe Sparenergie nicht reagiert und weiter Abschläge kassiert. Doch der Mann ließ sich das nicht gefallen und klagte. Mit Erfolg: Laut VZS urteilte das Amtsgericht Freiberg, dass der Rentner die bereits eingezahlten 435 Euro nebst Zinsen zurückbekommt, der Vertrag mithin nichtig ist.

Hinter Sparenergie stehen übrigens die Macher der Dresdner MGN GmbH, die erst im März wegen besonders dreister Abzocke mit Abo-Fallen von der VZS den Negativpreis "Prellbock 2015" verliehen bekommen hatte.


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