Olga rettet diesem Kakadu das Leben

Noch viel arger sah das Gefieder aus, als der Kakadu einfach in einer Kiste beim Circus 
abgegeben wurde.
Noch viel arger sah das Gefieder aus, als der Kakadu einfach in einer Kiste beim Circus abgegeben wurde.  © Steffen Füssel

Dresden - Olga hat einen Vogel! Der weiße Kakadu namens Nelson schnäbelt vertraut mit seinem Frauchen. Sitzt auf ihrer Schulter und plustert sein schäbiges Gefieder auf. 

„Er hat sich schon echt gemausert“, freut sich Olga Kratka, Geschäftsführerin des Dresdner Weihnachts-Circus. Sie hat dem Kakadu das Leben gerettet.

„Seit drei Monaten ist Nelson bei mir. Er wurde einfach in einer Pappkiste im Zirkus Probst abgegeben. Es lag nur ein Zettel drin, dass sich jemand um ihn kümmern sollte.“ 

Nelson war in beklagenswertem Zustand: total abgemagert, Schnabel und Klauen verwachsen, Schimmel zwischen den nur noch spärlich vorhandenen Federn. „Das hat mir das Herz gebrochen. Da musste ich ihn einfach mitnehmen und aufpeppeln“, erzählt Olga.





Sind schon ziemlich beste Freunde: Olga Kratka hat sich des arg lädierten 
Kakadus angenommen.
Sind schon ziemlich beste Freunde: Olga Kratka hat sich des arg lädierten Kakadus angenommen.  © Steffen Füssel

„Anfangs hat Nelson nachts wie ein Kind geweint, kaum was gefressen und war fürchterlich verängstigt.“ Deshalb muss sogar Olgas Hündchen vorübergehend ausziehen - zur Oma. Mittlerweile sind Nelson die ersten neuen Federn gewachsen, er knabbert Kerne und Nüsse, verputzt Banane, Weintrauben und gekochte Kartoffeln.

Nelson ist zwar beringt und man könnte ohne weiteres den Besitzer ermitteln - „aber wozu“, fragt Olga. „Bei mir geht es ihm besser.“

Und das womöglich ziemlich lange, denn Kakadus können 70 Jahre alt werden - und Nelson ist erst ein Teenager von 13 Jahren.

Titelfoto: Steffen Füssel


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