"Operation Frostschutz" rettet Dresdens Blumen und Brunnen

Dresden - Väterchen Frost schickt schon seine ersten, stürmischen Boten. Höchste Zeit für die Mitarbeiter des Grünflächenamts, die Blumenzwiebeln aus der Erde zu buddeln. Auch Dresdens Wasserspiele und Fontänen werden jetzt abgestellt. Bis Ende kommender Woche sollen alle Brunnen winterfest sein.

Eckbrunnen am Zwinger: Monteur Wohlfahrt Renato Wohlfahrt (46) reinigt ihn.
Eckbrunnen am Zwinger: Monteur Wohlfahrt Renato Wohlfahrt (46) reinigt ihn.  © Petra Hornig

Die Vorbereitungen für die kalte Jahreszeit laufen auf Hochtouren. Ihre 76 Orangenbäumchen aus dem Zwinger haben die Mitarbeiter vom Schlösserland Sachsen längst ins Warme nach Großsedlitz geholt.

Da hinkt das Amt für Stadtgrün noch etwas hinterher. Immerhin 150 Kübel sind es, die der städtische Regiebetrieb nächste Wochen umtopfen und gegen immergrüne Laub- und Nadelgehölze austauschen wird.

Kleinwüchsige Sorten von Fichte, Kiefer und Berberis, aber auch Hortensien und Heckenkirschen kommen in die riesigen Behälter. Nur die Bottiche vom Altmarkt mit den Trompetenbäumen räumen die städtischen Mitarbeiter für den Striezelmarkt aus dem Weg.

Nach und nach wird nun auch den circa 300 Brunnenanlagen in Dresden der Hahn zugedreht.

Bevor die Kälte kommt, muss alles fertig sein

Die Monteure Renato Wohlfahrt (46, l.) und Bernhard Kahnert (28).
Die Monteure Renato Wohlfahrt (46, l.) und Bernhard Kahnert (28).  © Petra Hornig

Die Brunnen-Monteure der Wassertechnik Dresden GmbH lassen das Wasser ab, bauen die Düsen aus und reinigen die Bassins mit Hochdruck und Wasserdampf.

Der Wallpavillon und die Becken im Zwinger sollen erst ab Montag versiegen. Dafür sind die beiden Semperoper-Brunnen auf dem Theaterplatz ebenso wie der Delphinbrunnen und die Brühlschen Becken auf den Brühlschen Terrassen schon seit Freitag winterfest.

Die Sandsteinfiguren in der Bürgerwiese und im Blüherpark werden bis Mitte November eingehaust und so gegen die klirrende Kälte gewappnet.

Und auch die "Nacksche" in Niedersedlitz (die Skulptur einer Blumenpflückerin) darf noch ein bisschen Luft atmen, bevor sie in den Winterschlaf versetzt wird.

Der Tröpfeltakt der Teppichstange

Aus der "Teppichstange" am Schauspielhaus plätschert's schon bald nicht mehr.
Aus der "Teppichstange" am Schauspielhaus plätschert's schon bald nicht mehr.  © Norbert Neumann

Mal rieselt sie, mal lässt sie's bleiben: Viele Dresdner haben sich schon gefragt, nach welchem System der Brunnen neben dem Schauspielhaus ("Teppichstange") plätschert.

Der Wasservorhang fällt von April bis Oktober täglich von 11 bis 23 Uhr herab, von 21 bis 23 Uhr sogar beleuchtet.

Für den Aha-Effekt rieselt das Wasser allerdings nur im Viertelstunden-Takt.

Bei Wind schaltet sich die Anlage über Sensoren automatisch ab.

Das Trinkwasser soll schließlich im Kreislauf bleiben und nicht sinnlos verplätschert werden.

Wenn das Laub fällt, beginnt alljährlich Dresdens größte Umtopf- und Austauschaktion für Blumen- und Baumkübel in der Stadt.
Wenn das Laub fällt, beginnt alljährlich Dresdens größte Umtopf- und Austauschaktion für Blumen- und Baumkübel in der Stadt.  © Norbert Neumann
Die "Trompeten" werden weggeräumt: Die Blumenkübel am Altmarkt müssen für den Striezelmarkt Platz machen.
Die "Trompeten" werden weggeräumt: Die Blumenkübel am Altmarkt müssen für den Striezelmarkt Platz machen.  © Norbert Neumann
Jetzt muss es flott gehen: Wohl schon bald zeigt sich diese Baumallee im Großen Garten in einem frostig-weißen Schneekleid.
Jetzt muss es flott gehen: Wohl schon bald zeigt sich diese Baumallee im Großen Garten in einem frostig-weißen Schneekleid.  © Norbert Neumann
Wurde schon abgedreht: Der nachts sonst bunt leuchtende Mosaikbrunnen im Großen Garten ist bereits winterfest eingehaust.
Wurde schon abgedreht: Der nachts sonst bunt leuchtende Mosaikbrunnen im Großen Garten ist bereits winterfest eingehaust.  © Norbert Neumann

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