Opfer der S-Bahn-Schubser sagt vor Gericht aus

Ist noch immer schwer traumatisiert und in Behandlung: Am Montag sagte Schubser-Opfer Rene J. (41) vor 
Gericht aus.
Ist noch immer schwer traumatisiert und in Behandlung: Am Montag sagte Schubser-Opfer Rene J. (41) vor Gericht aus.  © Ove Landgraf

Dresden - Seit Mitte Oktober stehen die S-Bahn-Schubser Chakir A. (24) und Radouan K. (27) wegen versuchten Totschlags vor Gericht (TAG24 berichtete über den Prozessauftakt). Am 17. März gegen 4.45 Uhr hatten sie Pendler René J. (41) vor eine heranfahrende S-Bahn gestoßen. Am Montag musste das Opfer vor Gericht aussagen.

Dabei blieb René J. ein direktes Aufeinandertreffen mit seinen Peinigern erspart. Auf Antrag der Nebenklägerin, welche die Interessen des Opfers vertritt, mussten die beiden Asylbewerber vor seiner Aussage zurück in den Haftkeller. Auch die Öffentlichkeit wurde ausgeschlossen.

Hintergrund: Der Familienvater ist seit dem Angriff auf sein Leben schwer traumatisiert. Laut Gericht erlitt er mehrere Panikattacken, es bestehe eine „akute Eigengefährdung“ nach einem Aufeinandertreffen mit den Angreifern vor Gericht.

Begleitet von seiner Ehefrau, einer Betreuerin der Opferhilfe und seiner Anwältin sagte der 41-Jährige dann vier Stunden lang aus. Schon kurz nach dem Vorfall hatte René J. in der Morgenpost seine schockierende Version geschildert, als der Zug in den Bahnhof einrollte: „Ich war panisch, versuchte ein letztes Mal, hochzukommen. Aber der Haupttäter ließ das nicht zu.“

Direkt nach seiner Aussage im Gericht wollte sich das Opfer erneut in eine ambulante Traumatherapie begeben, um überhaupt mit dem Erlebten klarzukommen. Ein Urteil wird Ende November erwartet.

Seine Familie ist seit dem Vorfall zerstört (TAG24 berichtete).

Die beiden S-Bahn-Schubser hakir A. (24) und Radouan K. (27).
Die beiden S-Bahn-Schubser hakir A. (24) und Radouan K. (27).  © Ove Landgraf

Titelfoto: Ove Landgraf


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