Fast 1 Million Euro Kosten für KEINE Straßenbahn

Die Baustelle an der Oskarstraße kostet knapp eine Million Euro, obwohl nicht gearbeitet wird.
Die Baustelle an der Oskarstraße kostet knapp eine Million Euro, obwohl nicht gearbeitet wird.  © Ove Landgraf

Dresden - Seit April ruhen die Bagger an der Oskarstraße nach der Klage eines Anwohners. Ein vom Oberverwaltungsgericht verhängter Baustopp zwang die Straßenbahnstrecke Löbtau - Südvorstadt - Strehlen in die Knie. Erstmals nannte die Stadt jetzt Zahlen, was der Baustopp bisher gekostet hat.

"Momentan belaufen sich die Gesamtkosten auf etwa 900.000 Euro. Davon tragen die DVB 616.000 Euro, die Stadt 59.000 Euro, den Rest finanzieren Versorgungsunternehmen", so OB Dirk Hilbert (46, FDP) auf eine Stadtratsanfrage von Jens Genschmar (48). Mehrkosten verursachen etwa Entschädigungszahlungen an Baufirmen und das neue Planfeststellungsverfahren.

Für FDP-Rat Genschmar ist die Schuldfrage klar: „Stadtverwaltung und DVB haben die Bedenken der Bürger vor Ort nicht ernst genommen und voreilig mit dem Bau begonnen. Jetzt gibt es eine saftige Rechnung für den Steuerzahler.“

Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (40, Grüne): "Wir gehen davon aus, dass die Bauarbeiten im Frühjahr 2018 fortgesetzt werden können." Wie viele Mehrkosten bis dahin noch hinzukommen, ist unklar.

Titelfoto: Ove Landgraf


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