Deshalb hadert Götz Schubert mit seiner Ost-Herkunft

Am 15. Dezember (20.15 Uhr, ARD) ist Götz Schubert mit Yvonne Catterfeld (37) in Wolfsland: "Tief im Wald" zu sehen.
Am 15. Dezember (20.15 Uhr, ARD) ist Götz Schubert mit Yvonne Catterfeld (37) in Wolfsland: "Tief im Wald" zu sehen.  © MDR

Osnabrueck / Dresden - Wie sehr ihn die Kindheit in Pirna geprägt hat, bekommt Götz Schubert (53) - einer der gefragtesten Theater- und TV-Schauspieler Deutschlands - immer stärker zu spüren. So stolz er mittlerweile auf seine Ost-Herkunft ist, so sehr hadert er mit PEGIDA und Co.

„Ich werde schlichtweg traurig und versuche, eine Erklärung dafür zu finden“, sagt Götz Schubert in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ) über die fremdenfeindlichen Demonstrationen in seiner Heimat. 

"Es ist wohl eine Mischung aus sächsischer Mentalität, ostdeutscher Verbitterung und dem Gefühl, zu kurz gekommen zu sein und über den Tisch gezogen zu werden. 

Daraus entsteht dann der Gedanke, jetzt will uns schon wieder einer für dumm verkaufen und uns etwas wegnehmen." 

Götz Schubert betrachtet die Vorgänge in seiner sächsischen Heimat mit Sorge.
Götz Schubert betrachtet die Vorgänge in seiner sächsischen Heimat mit Sorge.

Am meisten aber erschüttert ihn "diese Mitläufer-Mentalität und das mangelnde Mitgefühl mit Menschen, denen es wirklich dreckig geht - wie den Flüchtlingen."

Er selbst habe in Sachsen eine "behütete Kindheit" verbracht und das sogenannte Tal der Ahnungslosen "wie einen Schutzraum" empfunden. Und wie ein Ossi denkt und fühlt er heute noch:

"In dieser neuen westlichen Welt mit ihrem ganzen Reichtum spüre ich, dass ich eine andere Herkunft habe. Meine Eltern haben mir ein humanistisches, soziales Weltbild vermittelt. Wenn ich sehe, dass es am Ende immer nur um Geld und Profit geht, um Gewinne auf Kosten anderer, dann frage ich mich: Was ist wichtig im Leben? Und was wird aus den Verlierern?"


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