Pächter ist sauer, weil City-Parkplätze auf Ferdinandplatz verschwinden

Dresden - Sauer ist gar kein Ausdruck. Wenn Mike Haza (47) über Bürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (42, Grüne) spricht, fallen unschöne Worte.

Sauer über die Kündigung der Stadt: Mike Haza (47) auf dem Ferdinandplatz.
Sauer über die Kündigung der Stadt: Mike Haza (47) auf dem Ferdinandplatz.  © Norbert Neumann

Haza vertritt den Pächter einer Parkfläche mit 155 Plätzen auf dem Ferdinandplatz. Ihm hat der Bürgermeister gerade gekündigt.

"Die Kündigung zum 31. Mai haben wir am 14. Februar erhalten. Ein Unding", sagt Haza. "Völliger Schwachsinn."

Denn weil das Neue Rathaus bis 2025 auf den Platz kommt, hätte der Pächter im Jahr 2020 sowieso packen müssen. Darüber hinaus gingen der Stadt durch die frühe Kündigung monatliche Pachteinnahmen in vierstelliger Höhe verloren, so Haza.

Das dickste Ding sei aber: Der Platz solle noch mal teuer neu hergerichtet werden. Denn die Kündigung wird damit begründet, dass der Platz fürs Anwohnerparken frei werden soll. Die nämlich müssen ihre 110 Plätze auf der St. Petersburger räumen, um künftig Radfahrern eine sichere Spur zu bieten. Anlass ist der Tod einer Radfahrerin (TAG24 berichtete). Die Frau war dort im August 2018 gegen eine offene Autotür geprallt.

Das Rathaus bestätigt auf Nachfrage die Kündigung und führt aus:

"Der Mietvertrag hätte ohnehin gekündigt werden müssen, da die Stadt ihr Neues Verwaltungszentrum errichtet und in diesem Jahr die archäologischen Grabungen beginnen. Da vorerst nur ein Gebäude errichtet wird, steht eine ausreichend große Fläche auf mehrere Jahre als Mischparkfläche für Anwohnerparken und freies Parken zur Verfügung."

Der Ferdinandplatz: Wo derzeit noch geparkt wird, soll einmal das neue Verwaltungszentrum der Stadt Dresden stehen.
Der Ferdinandplatz: Wo derzeit noch geparkt wird, soll einmal das neue Verwaltungszentrum der Stadt Dresden stehen.  © Norbert Neumann

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