Tiergeräusche und im Kreis laufen: So läuft das Lach-Yoga beim Palais Sommer

Dresden - Lachen macht nicht nur Spaß, es ist auch noch gesund. Trotzdem machen wir es im Alltag viel zu selten. Damit bei mir die Glückshormone so richtig sprühen, habe ich mich zum Lachyoga beim Palais Sommer angemeldet. Ein Lach-Report vom Elbufer!

TAG24-Reporter Sebastian Tangel hat Spaß.
TAG24-Reporter Sebastian Tangel hat Spaß.  © Norbert Neumann

Für mich ist Yoga was für Latte-Macchiato-Muttis mit zu viel Tagesfreizeit, die sich nur verrenken, um später im Kreise „der Mädels“ von einer spirituellen Erfahrung faseln zu können.

Was hier in aller Herrgottsfrühe am Japanischen Palais stattfindet, ist aber kein herkömmliches, sondern LACH-Yoga.

Auch das noch! Was kann es für einen Morgenmuffel Schöneres geben, als kollektive körperliche Ertüchtigung mit Lachzwang um 8 Uhr morgens? Mittelmäßig motiviert breite ich meine Yoga-Matte aus und harre der Dinge, die da kommen ...

Los geht's mit Aufwärmübungen. Ich atme tief ein und wieder aus und wieder ein und wieder aus. Umgeben von mehr als hundert Yoga-Enthusiastinnen und zwei Dutzend Männern folge ich den Anweisungen von Übungsleiterin Katja Durga Lehmann.

Auch wenn einige zunächst befremdlich klingen: "Jetzt klatschen wir in die Hände, rufen 'Hoho, hahaha' und laufen dabei im Kreis!"

Yoga-Trainerin Katja Durga Lehmann (M..) animiert die Kursteilnehmer zum kollektiven Luftsprung.
Yoga-Trainerin Katja Durga Lehmann (M..) animiert die Kursteilnehmer zum kollektiven Luftsprung.  © Norbert Neumann

Zusammen mit meinen Mitstreitern spaziere ich zunächst etwas zögerlich auf der Wiese umher und klatsche in die Hände. Schon nach kurzer Zeit ist die Stimmung aber lockerer, auf jedem Gesicht ein Lächeln zu sehen - der komplette Gegenentwurf zu den meist finsteren Mienen, die ich von der morgendlichen Bahnfahrt zur Arbeit gewohnt bin.

Nun sind Tierlaute an der Reihe: "Und jetzt machen wir alle 'Määääh'." Anfänglich skeptisch, stapfe ich wenig später gackernd wie ein Huhn die Elbwiesen entlang. Und zwar mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

Mit komplizierten Dehnübungen hat das hier jedenfalls nichts zu tun. Wie der Name schon sagt, steht beim Lachyoga das Lachen im Vordergrund. Mithilfe spielerischer Elemente wird so lange künstlich gelacht, bis natürliches Gelächter daraus wird.

Dadurch registriert das Gehirn, dass der Mensch glücklich ist, was wiederum zur Ausschüttung von Glückshormonen führt. Bei mir hat's funktioniert.

Palais Sommer läuft noch bis Ende August

Beim inzwischen zehnten "Palais Sommer" steht nicht nur Lachyoga auf dem Programm. Im Rahmen des Kunst- und Kulturfestivals im Park des Japanischen Palais finden noch bis 25. August mehr als hundert Veranstaltungen statt: von Konzerten über Lesungen bis hin zu Kinovorstellungen. Die Highlights des "Palais.Kino", das in diesem Jahr seine Premiere feiert: "Inside Llewyn Davis" von den Coen-Brüdern (am Samstag um 22.30 Uhr) und "A Single Man" mit Colin Firth (19. August, 21.30 Uhr). Zu allen Veranstaltungen ist der Eintritt frei (palaissommer.de).

Schallendes Gelächter am Elbufer: Mehr als Hundert Menschen trafen sich am Montag beim Palais Sommer zum Lachyoga.
Schallendes Gelächter am Elbufer: Mehr als Hundert Menschen trafen sich am Montag beim Palais Sommer zum Lachyoga.  © Norbert Neumann
TAG24-Reporter Sebastian Tangel (32) bei einer Entspannungsübung zu Beginn der Lachyoga-Session.
TAG24-Reporter Sebastian Tangel (32) bei einer Entspannungsübung zu Beginn der Lachyoga-Session.  © Norbert Neumann
Bei dieser Übung empfangen sich alle Teilnehmer mit offenen Armen und sagen zueinander: "Schön, dass Du da bist!" (Die ablehnende Körperhaltung der Dame täuscht natürlich)
Bei dieser Übung empfangen sich alle Teilnehmer mit offenen Armen und sagen zueinander: "Schön, dass Du da bist!" (Die ablehnende Körperhaltung der Dame täuscht natürlich)  © Norbert Neumann

Titelfoto: Norbert Neumann

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