Gutachter soll klären: Wer wusste vom Missbrauch bei Dresdner Parkeisenbahn?

Für die Aufklärung möglicher Missbrauchsfälle bei der Dresdner Parkeisenbahn soll ein externer Sachverständiger eingesetzt werden.
Für die Aufklärung möglicher Missbrauchsfälle bei der Dresdner Parkeisenbahn soll ein externer Sachverständiger eingesetzt werden.  © Norbert Neumann

Dresden - Der Staatsbetrieb Schlösserland will für die Aufklärung möglicher Missbrauchsfälle bei der Dresdner Parkeisenbahn einen externen Sachverständigen einsetzen.

Der frühere sächsische Datenschutzbeauftragte Thomas Giesen solle die schon länger zurückliegenden Vorfälle untersuchen und aufarbeiten, teilte Schlösserland am Freitag mit.

Giesen wolle klären "was genau wann passiert ist und wer davon gewusst hat", hieß es in der Mitteilung. Alle Mitarbeiter seien angewiesen, sich befragen zu lassen und entsprechend Auskunft zu geben.

Der Bericht soll laut Schlösserland noch vor Saisoneröffnung der Parkeisenbahn im April 2017 vorliegen. Zudem hat der Staatsbetrieb eigenen Angaben zufolge bei der Staatsanwaltschaft Dresden Anzeige wegen des Verdachts der Vertuschung einer Straftat erstattet.

Die Parkeisenbahn kam 2016 in die Schlagzeilen, nachdem der sexuelle Missbrauch eines Jungen publik geworden war (TAG24 berichtete). Im Zusammenhang mit den Vorwürfen trennte sich Schlösserland von drei Mitarbeitern, darunter dem 38 Jahre alten Tatverdächtigen, der sich umbrachte.

Titelfoto: Norbert Neumann


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