Wohnen statt Parken: Rathaus will sich über 30 Garagenkomplexe krallen





Die meisten der Dresdner Garagengemeinschaften müssen um ihre 
Zukunft bangen.
Die meisten der Dresdner Garagengemeinschaften müssen um ihre Zukunft bangen.  © Norbert Neumann

Dresden - Dresden braucht dringend mehr bezahlbare Wohnungen sowie Flächen für Kitas und Schulen. Bei der Suche nach kaum vorhandenen Grundstücken sind die 34 städtischen Garagengemeinschaften in den Fokus geraten. Doch die wehren sich, wollen die Grundstücke vorher kaufen. Am Donnerstag gibt es eine Demo vor dem Stadtrat.

Dietmar Leuthold (67), der den Protest mitorganisiert: "Wir fordern, dass die Garagen, die auf städtischen Grundstücken stehen, erhalten bleiben." Sie sollen weder Wohnungsbau noch sozialen Projekten zum Opfer fallen.

Viele der Garagen wurden zu DDR-Zeiten von Mietern auf eigene Kosten errichtet. Entsprechend gereizt sei die Stimmung: "Man wollte uns vor vollendete Tatsachen stellen", so Leuthold. Dabei seien die Mieter zum Flächenkauf bereit.

Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (53, CDU): "Die Stadt hat sich vorgenommen, auf eigenen Flächen vorrangig dem sozialen Wohnungsbau Rechnung zu tragen. Die Schwerpunktsetzung wird durch den Stadtrat entschieden."

Einen Ankauf durch die Mieter kommt nur für Flächen ohne bestehendes oder künftiges Baurecht in Betracht. Vorjohann weiter: "Eine abschließende Aussage, welche Grundstücke dies betrifft, kann erst nach Einzelfallprüfung mitgeteilt werden."

In Dresden gibt es 964 in Garagengemeinschaften organisierte Unterstände.

Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (53, CDU) würde statt Garagenkomplexen lieber neue Wohnungen sehen.
Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (53, CDU) würde statt Garagenkomplexen lieber neue Wohnungen sehen.  © Holm Helis

WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0