War es das mit Disko? Das sind die Pläne fürs Parkhotel

Einfach herrlich! Der Ballsaal (oben) könnte wieder öfter zu Veranstaltungen laden. Das legendäre Parkhotel einst war über Jahrzehnte Anlaufpunkt von Nachtschwofern.
Einfach herrlich! Der Ballsaal (oben) könnte wieder öfter zu Veranstaltungen laden. Das legendäre Parkhotel einst war über Jahrzehnte Anlaufpunkt von Nachtschwofern.  © Steffen Füssel

Dresden - Das Parkhotel soll wieder aufleben! Ein Jahr nach dem Kauf verriet der Berliner Eigentümer Jens Hewald (45) gestern die neuesten Pläne. Er sucht einen Café-Betreiber, will ein begrüntes Parkhaus für den Weißen Hirsch bauen und prüft die Hotelstatik - die Aufstockung ist noch nicht vom Tisch.

Vor einem Jahr munkelten die Hirsch-Bewohner, was der Internet-Multimillionär Hewald wohl mit dem in die Jahre gekommenen Hotel anstellen würde. Gestern beantwortete er 50 Gästen und Mitgliedern des Verschönerungsvereins Weißer Hirsch etliche Fragen dazu:

"Das Parkhotel war ein großartiger Veranstaltungsort und soll es auch wieder werden", so Hewald über die Grundausrichtung.

Mehr Kultur, wie Lesungen, Empfänge, Feste aber auch Partys sollen dazu kommen. In den letzten Monaten floss dafür das Geld erstmal in die Sicherheit: "Wir haben von 30 auf 300 Brandmelder aufgerüstet, haben einen neuen Standard erreicht".

Millionär Jens Hewald (45) will als neuer Eigentümer dem Parkhotel wieder Leben einhauchen. So ist auch ein Café geplant.
Millionär Jens Hewald (45) will als neuer Eigentümer dem Parkhotel wieder Leben einhauchen. So ist auch ein Café geplant.  © Steffen Füssel

So will er zusammen mit Veranstalter Thomas Röpke an die legendären Zeiten mit wilden Maskenbällen und durchtanzten Nächten in der Kakadu-Bar anschließen.

Neuester Plan: "Ich hätte gern wieder ein Café im Parkhotel und suche einen Betreiber", so sein Appell.

Erste Gespräche liefen bereits, weitere Interessenten sind willkommen. Zusätzlich will sich Hewald um die Parkplatzproblematik am Weißen Hirsch kümmern.

Auf dem hinteren Teil des Hotel-Geländes könnte eine öffentliche teils unterirdische und begrünte Garage mit 70 bis 100 Stellplätzen entstehen.

Der vieldiskutierte Hotelaufbau für Wohnungen ist auch noch nicht vom Tisch, steht aber völlig in den Sternen.

Nur eins steht für Hewald fest: "Ich bin nicht als Unternehmer hergekommen, um mein Geld zu verbrennen."

Dem Parkhotel kann es nur gut tun...

Der Neubau des Parkhotels wurde vor gut 100 Jahren eröffnet.
Der Neubau des Parkhotels wurde vor gut 100 Jahren eröffnet.  © Steffen Füssel

Alles begann 1863 mit dem Gasthof zum Weißen Hirsch

Der Vorreiter des heutigen Parkhotels an der Bautzner Straße wurde 1863 als "Gasthof zum Weißen Hirsch" errichtet. Dieses Hotel wurde 1910 abgerissen.

Der Neubau des heutigen Parkhotels wurde 1914 eröffnet. Maskenbälle, Kurgäste und internationale Besucher verhalfen dem Hotel zu Ruhm.

Schon damals legendär: die Kakadu-Bar, die zu DDR-Zeiten ihren Höhepunkt zelebrierte.

Den Hotelbetrieb stellte das Haus nach der Wende ein, der Ballsaal dient bis heute als Veranstaltungsort. Der jährliche Hutball samt Party knüpft an die wilden Partys der 1920er-Jahre an.


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