Parteiaustritt: So schrumpft Petry Sachsens AfD-Fraktion

Die drei Abtrünnigen Uwe Wurlitzer, Frauke Petry (mit Sohn Ferdinand) und Kirsten Muster (hinten, v.l.n.r). saßen bei der Landtagssitzung in der letzten AfD-Reihe. Sie wurden von mehreren früheren Kollegen aber mit Handschlag begrüßt.
Die drei Abtrünnigen Uwe Wurlitzer, Frauke Petry (mit Sohn Ferdinand) und Kirsten Muster (hinten, v.l.n.r). saßen bei der Landtagssitzung in der letzten AfD-Reihe. Sie wurden von mehreren früheren Kollegen aber mit Handschlag begrüßt.  © Petra Hornig

Dresden - Nachdem Frauke Petry (42) und zwei Vertraute die AfD-Fraktion verlassen haben, ändert sich so einiges im Landtag. Die geschrumpfte AfD-Fraktion bekommt weniger Geld und verliert an Einfluss - und die SPD profitiert von den Turbulenzen!

Zur Landtagssitzung am Mittwoch nahmen die Abtrünnigen Petry, Uwe Wurlitzer (42) und Kirsten Muster (56) in der letzten Reihe der AfD Platz. Das Landtagspräsidium muss erst noch entscheiden, wo deren Stühle künftig stehen. Das gilt auch für die Büroaufteilung. Doch es gibt noch mehr Konsequenzen!

  • Weniger Macht für Petry & Co: Fraktionslose Abgeordnete können keine Gesetzentwürfe einbringen und in den Fachausschüssen haben sie ohne Stimmrecht nichts zu melden! Nur noch im Plenum haben sie Abstimmungs- und Rederecht, allerdings mit nur kurzen Redezeiten, so Landtagssprecher Ivo Klatte.
  • Weniger Ausschussmitglieder: Weil die AfD-Fraktion geschrumpft ist, muss sie je einen Platz in den Fachausschüssen abgeben. „Der geht an die SPD“, so Klatte. Basis: Das Berechnungsverfahren für die Sitzverteilung. Im Plenum hat die AfD weniger Redezeit als bisher.
  • Weniger Geld für die AfD: Weil sie drei Mitglieder verloren hat, bekommt die dezimierte AfD-Fraktion deutlich weniger Geld - und zwar 8192,88 Euro pro Monat.
  • Der Landtag spart Geld: Petry will zeitgleich Landtags- und Bundestagsabgeordnete sein. Daher bekommt sie vom Landtag keine Grunddiät mehr. Zuletzt bezog Petry als Fraktions-Chefin die doppelte Grunddiät in Höhe von 11.336,32 Euro brutto. Künftig erhält sie nur die Grunddiät des Bundestages (9541,74 Euro/Monat) plus Aufwandsentschädigung.

WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0