Patzelt-Studie: Mehrheit der Pegidianer keine Rassisten

Politikwissenschaftler Werner Patzelt diskutiert mit Bürgern während einer PEGIDA-Demo.
Politikwissenschaftler Werner Patzelt diskutiert mit Bürgern während einer PEGIDA-Demo.

Dresden - Der Dresdner Politologe Werner J. Patzelt sieht trotz hetzerischer Reden bei der islam- und fremdenfeindlichen PEGIDA-Bewegung deren Anhänger in ihrer Mehrheit nicht als Rassisten.

Es zeige sich zwar durchaus eine Zunahme der Ablehnung gegenüber Zuwanderung, Islam und politischen sowie medialen Eliten, meinte der Professor der TU Dresden vor der Vorlage einer neuen Pegida-Studie an diesem Donnerstag. Doch Rassisten, Extremisten oder Feinde der Demokratie seien Pegidianer mehrheitlich nie gewesen und auch nicht geworden.

In seiner dritten PEGIDA-Studie geht Patzelt erneut auf die Veränderungen in den Einstellungen der Dresdner PEGIDA-Anhänger ein. Diese hatten Studenten der Politikwissenschaft unter den Teilnehmern von vier Demonstrationen abgefragt.

Auch Ergebnisse anderer Studien flossen mit ein. Patzelt ist einer der meistgefragten Experten zum Thema PEGIDA, aber nicht unumstritten. Kritiker werfen ihm eine große Sympathie mit der Bewegung oder deren Verharmlosung vor.

Foto: Steffen Füssel


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0