Zu viele Nazis!? PEGIDA flüchtet von Poggenburgs "Aschermittwoch"

Dresden - Am Aschermittwoch ist alles vorbei, besonders die bisher so hochgehaltene Einigkeit am rechten Rand: Noch kurz vor dem politischen Aschermittwoch der AfD-Abspaltung ADPM von André Poggenburg hatte PEGIDA-Boss Lutz Bachmann (43) für die Veranstaltung getrommelt.

Martin Kohlmann (41, Pro Chemnitz, v.l.), Benjamin Przybylla (39, ADPM) und André Poggenburg (43, ADPM) mussten sich ohne PEGIDA feiern.
Martin Kohlmann (41, Pro Chemnitz, v.l.), Benjamin Przybylla (39, ADPM) und André Poggenburg (43, ADPM) mussten sich ohne PEGIDA feiern.  © DPA / Sebastian Kahnert

Doch an der Veranstaltung nahm er nicht lange teil. Nun will er nie wieder etwas mit Parteien zu tun haben.

"Wir waren da, aber in einer Halle mit strammen Neonazis war für uns unerträglich!", polterte Bachmann bereits am Abend im Netz, nachdem aufgefallen war, dass er nicht mehr bei der Veranstaltung war.

Mitglieder der NPD und "Freien Kameradschaft Dresden" hatten ihn allerdings bisher auf eigenen Demos wenig gestört, auch der Einsatz von Timo S. (30), Rädelsführer der terroristischen "Gruppe Freital" als Ordner, löste nicht solche Empörung bei Bachmann aus.

Und so stellte er gestern bei Facebook nochmal klar: Man habe abgeklärt, dass man fünf "PEGIDA-Hasser" nicht dabei haben wollte, doch dann waren mindestens drei davon doch da. Bachmann gibt sich ernüchtert: "Wir werden mit keiner Partei mehr irgendwas machen", sagt er.

PEGIDA-Vize Siegfried Däbritz (43, l.) hatte sich extra für seine Rede eine Latzhose angezogen, rauschte aber schon vorher mit Lutz Bachmann (46) ab.
PEGIDA-Vize Siegfried Däbritz (43, l.) hatte sich extra für seine Rede eine Latzhose angezogen, rauschte aber schon vorher mit Lutz Bachmann (46) ab.  © DPA / Sebastian Kahnert

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