Pegida-Demonstranten bedrohen Semperoper-Mitarbeiter

PEGIDA-Demonstranten sollen Semperoper-Mitarbeiter beleidigt und bedroht haben.
PEGIDA-Demonstranten sollen Semperoper-Mitarbeiter beleidigt und bedroht haben.

Von Dominik Brüggemann

Dresden - Die Mitarbeiter der Semperoper haben endgültig genug von PEGIDA. In einem Offenen Brief fordern 282 Unterzeichner jetzt von Ministerpräsident Stanislaw Tillich (56, CDU) und Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (44, FDP): „Lassen Sie nicht zu, dass die Plätze unserer Stadt mit Hetzparolen gefüllt werden.“

Besonders die vielen internationalen Opern-Mitarbeiter werden offenbar angefeindet: „Viele von uns fühlen sich durch die Versammlungen von PEGIDA auf dem Theaterplatz unwillkommen und ausgegrenzt, werden beleidigt und bedroht.“

Zudem erhalte die Semperoper immer mehr Zuschriften von Gästen, die einen Besuch des berühmten Hauses nun meiden.

„Wir fordern Sie auf, alle Ihnen zur Verfügung stehenden Mittel einzusetzen, um unseren Arbeitsplatz zu sichern und um unserem Publikum den Besuch einer der bedeutendsten Kulturinstitutionen der Stadt wieder ungestört zu ermöglichen“, so der Brief im Wortlaut.

Am Montagabend, als der Theaterplatz erstmals nach langer Zeit nicht von PEGIDA belagert wurde, sang der Chor der Staatsoper auf dem Platz die von Beethoven vertonte „Ode an die Freude“ von Schiller.

Tausende Menschen waren zu der Kundgebung gekommen.

Fotos: Holm Helis, propicture/Ralph Köhler


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