Peinliches Kulturhauptstadt-Aus: Was wird jetzt aus Jobs und Projekten?

Dresden - Dresden scheiterte bei der Bewerbung um den Kulturhauptstadt-Titel bereits peinlich in der ersten Runde (TAG24 berichtete), sucht im Internet aber noch immer neue Mitarbeiter für das Kulturhauptstadtbüro. Was wird jetzt aus den Menschen - und aus den Projekten der verkorksten Bewerbung?

Kurator Michael Schindhelm (59) wird von OB Hilbert geschützt - von Grünen, FDP und CDU hingegen angezählt.
Kurator Michael Schindhelm (59) wird von OB Hilbert geschützt - von Grünen, FDP und CDU hingegen angezählt.  © Ove Landgraf

Von den sechs Mitarbeitern verliert keiner (sofort) seinen Job. Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (42, Linke): "Das Büro bleibt planmäßig bis Ende 2020 bestehen, um Projekte und Initiativen aus der Bewerbung geordnet zu beenden."

Danach laufen befristete Verträge aus. Neueinstellungen gibt es keine mehr.

Einige Kollegen wurden auch lediglich aus dem Kulturamt abgestellt, sie wechseln dorthin zurück. Der Chef im Bewerbungsbüro kommt ebenfalls aus dem Kulturamt der Stadt und steigt dort zum Amtsleiter auf.

Mit dem nicht unumstrittenen Kurator der Bewerbung Michael Schindhelm (59) will OB Dirk Hilbert "unbedingt weiter als Kulturmanager zusammenarbeiten".

Hilbert selbst will im neuen Jahr den Rat darüber befinden lassen, welche Projekte der Bewerbung weiter verfolgt werden. Die Robotron-Kantine steht damit erneut auf dem Prüfstand.

Holger Zastrow (50, FDP): "Wer aus dieser Niederlage folgert, alles richtig gemacht zu haben und mit denselben Themen, Personen und Projekten weiter machen will, verkennt die Realitäten."

Auch Ideen wie den Elbebädern oder Wassertaxis fehlt jede Finanzierungsgrundlage. Bereits durchfinanzierte und im Rat schon beschlossene Leuchtturmprojekte (Fernsehturm) kommen ohnehin.

Lange Gesichter, als Dresden aus dem Rennen ausschied. Jetzt geht es um die Zukunft von Mitarbeitern und Projekten.
Lange Gesichter, als Dresden aus dem Rennen ausschied. Jetzt geht es um die Zukunft von Mitarbeitern und Projekten.  © Thomas Türpe

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