Per Klick zum Ticket! Dresden startet "Handy-Parken"

Dresden - Seit 2017 bastelt die Stadt an einem funktionierendem System zum "Handyparken". Immer wieder wurde ein möglicher Start verschoben. Jetzt endlich kann in Dresden per Handy und am Computer das Parkticket bezahlt werden.

Testweise können in Dresden mittlerweile per Handy die Parkscheinautomaten gefüttert werden.
Testweise können in Dresden mittlerweile per Handy die Parkscheinautomaten gefüttert werden.  © Eric Münch

Seit Ende November 2018 läuft das System im Testbetrieb. Wer will, kann sich jedoch bereits unter www.dresden.de/e-parkschein seinen Parkschein (für alle kommunalen Ticketautomaten) ziehen.

Online muss einfach das Kfz-Kennzeichen eingegeben werden. Darüber kann das Ordnungsamt die bezahlte Parkgebühr zuordnen.

Anschließend wird über den Themenstadtplan der Parkautomat gewählt und die geplante Parkzeit eingegeben. Die kann problemlos verlängert werden. Wer sich registrieren lässt, erhält eine Übersicht aller gekauften Tickets.

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Bezahlt wird per Kreditkarte oder über den Bezahldienst Paypal. Im Gegensatz zu anderen Systemen auf dem Markt ist die App kostenfrei - es fallen nur die Parkgebühren an.

Für die Verwaltung war dies ein Hauptgrund dafür, das System selbst zu programmieren und selbst zu pflegen.

Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (42, Grüne) koordiniert die Einführung des Online-Bezahlsystems.
Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (42, Grüne) koordiniert die Einführung des Online-Bezahlsystems.  © Steffen Füssel

Bei einem ersten Test klappte der e-Parkschein am Computer problemlos. Wer per Handy zahlen will, kann die offizielle Dresden-App und Bürger-Service-App der Landeshauptstadt nutzen. Gestern funktionierte das nur auf Apple-Handys und dort auch nur eingeschränkt.

Im Sommer 2017 hatte der Stadtrat die Einführung des Handyparkens (auf SPD-Antrag) beschlossen. Schnell war klar, dass die Stadt sich nicht an externe Anbieter ranhängen will.

Für den eigenen e-Parkschein hat die Stadt bisher Kosten von 32.000 Euro veranschlagt. Hinzu kommen geplante Folgekosten von 6 000 Euro jährlich.

Handy-Parken gibt es bereits in München (kostenlos), Berlin (kostenpflichtig) und vielen weiteren Städten.

Bevor Politessen ein Knöllchen ausstellen, wird das Kennzeichen erfasst. Wird dann klar, dass ein e-Parkticket hinterlegt ist, gilt das als Nachweis.
Bevor Politessen ein Knöllchen ausstellen, wird das Kennzeichen erfasst. Wird dann klar, dass ein e-Parkticket hinterlegt ist, gilt das als Nachweis.  © Steffen Füssel

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