Betrüger kam in U-Haft, danach machte er einfach weiter

Maik N. (32) betrog über 100-mal mit geklauten Personalausweisen oder EC-Karten.
Maik N. (32) betrog über 100-mal mit geklauten Personalausweisen oder EC-Karten.  © Ove Landgraf

Dresden - Stoppt ihn jetzt end­lich ein Ur­teil? Maik N. (32) be­ging rei­hen­wei­se Be­trü­ge­rei­en mit ge­klau­ten EC-Kar­ten und Per­so­nal­aus­wei­sen. Er war des­halb so­gar in U-Haft. Als er wie­der raus­kam, mach­te er so­fort wei­ter. Am Dienstag be­gann der Pro­zess am Land­ge­richt Dres­den ge­gen ihn.

Ei­nen Be­ruf hat Maik N. nie ge­lernt. Aber als Be­trü­ger hat­te er of­fen­bar ge­nug zu tun: An­fang 2015, er war ge­ra­de aus der Haft ent­las­sen, or­ga­ni­sier­te er sich ge­klau­te Do­ku­men­te.

Un­ter fal­schem Na­men schloss er Han­dy­ver­trä­ge ab, ließ sich Tech­nik lie­fern, ging shop­pen. Zwar ge­lang der Coup nicht im­mer, aber meist be­kam Maik die Ware, rich­te­te so ei­nen Scha­den von über 10.000 Euro an. Im Ok­to­ber 2015 rück­te die Po­li­zei zur Haus­durch­su­chung an, muss­te Maik N. in U-Haft.

We­ni­ge Mo­na­te spä­ter kam er wie­der frei - und mach­te naht­los wei­ter! Prompt schrieb der Staats­an­walt eine zwei­te An­kla­ge, Maik N. lan­de­te wie­der hin­ter Git­tern.

Al­lein die Ver­le­sung der An­kla­ge für die über 130 Ta­ten vor der U-Haft dau­er­te über zwei Stun­den. Am nächs­ten Pro­zess­tag soll nun auch die zwei­te An­kla­ge mit 97 Fäl­len (Scha­den: 17.000 Euro) vor­ge­tra­gen wer­den. Und Maik N. dro­hen min­des­tens sechs Jah­re Haft.


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