Flatteralarm! Fledermäuse besetzen Büro in Pieschen

Dresden - Fledermaus-Invasion in Dresden! Über Nacht haben sich mehr als 40 Abendsegler in ein Büro im vierten Stock eines Hauses in Pieschen verirrt. Als die Flatterer entdeckt wurden, mussten die Tierretter anrücken.

In ein Büro an der Riesaer Straße 5 hatten sich mehr als 40 Abendsegler verirrt.
In ein Büro an der Riesaer Straße 5 hatten sich mehr als 40 Abendsegler verirrt.  © Norbert Neumann

"Dass sich Fledermäuse hin und wieder in Gebäude verirren, kommt vor", sagt Expertin Bianka Schubert (34) vom Naturschutzbund Sachsen (NABU).

"Aber das kennen wir in einer solchen Anzahl eher von Zwergfledermäusen. Bei den Abendseglern ist das selten."

Gemeinsam mit einem Kollegen wurde sie gerufen, um alle Tierchen wohlbehalten einzufangen. "Einige hatten sich hinter einem Schrank versteckt, die konnten wir einfach nacheinander absammeln. Andere haben sich aber hinter den Jalousien eingenistet. Es war gar nicht so einfach, die Fledermäuse da wieder rauszubekommen."

Zumal die Abendsegler in engen Räumen kaum manövrieren können. "Sie haben eine Flügelspannweite von bis zu 35 Zentimetern. Bei so vielen Tieren war es somit unmöglich, dass sie einfach wieder zum Fenster hinaus hätten fliegen können."

Aber wie konnten sich die Flattertiere überhaupt in das Büro verirren? "Derzeit setzt bereits der Herbstzug ein, viele Fledermäuse sind unterwegs auf der Suche nach Winterquartieren, auch die Jungtiere sind flügge", sagt Bianka Schubert.

"Wir vermuten, dass ein oder zwei Tiere vorausgeflogen sind und die anderen durch ihre Rufe angelockt haben. Ein gekipptes Fenster reicht da oft schon aus."

Schubert und ihr Kollege konnten am Ende aber alle Fledermäuse unverletzt retten und am Abend wieder in die Freiheit entlassen. Wenn sich Fledermäuse in eine Wohnung verirren, keine Panik: „Einfach Fenster auf, Licht aus und die Türen zu anderen Räumen schließen“, rät die Expertin.

Die Fledermäuse hatten sich in kleinen Gruppen hinter Jalousien und Schränken versteckt.
Die Fledermäuse hatten sich in kleinen Gruppen hinter Jalousien und Schränken versteckt.  © NABU Sachsen
Die Tierretter des NABU hatten gut zu tun, alle Tiere unverletzt einzusammeln.
Die Tierretter des NABU hatten gut zu tun, alle Tiere unverletzt einzusammeln.  © NABU Sachsen

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