Politiker vom Rad gekarrt: Warum ermittelt die Polizei so langsam?

Dresden - Das diesjährige BRN-Wochenende wird Stadtrat Torsten Schulze (48, Grüne) so schnell nicht vergessen.

An dieser Kreuzung an der Albertbrücke wurde der Stadtrat vom Rad gefegt.
An dieser Kreuzung an der Albertbrücke wurde der Stadtrat vom Rad gefegt.  © Ove Landgraf

In der Mittagsstunde nahm ein Autofahrer dem Politiker die Vorfahrt und flüchtete. Schulze flog vom Rad und kritisiert nun die anschließende Polizeiarbeit.

Die Albertbrücke auf der Altstädter Seite: Schulze fuhr mit seinem Rad bei Grün über die Straße. "Ich sah das Auto noch kommen. Ich dachte die ganz Zeit, 'der muss mich doch sehen, der muss doch anhalten', doch dann krachte es." Das Auto fuhr weiter. Erst zwei Pkw-Fahrer, die den Unfall beobachtet hatten, hinderten den 18-jährigen Verursacher am Carusufer an einer roten Ampel an der Weiterfahrt.

Seither ist nicht viel passiert. "Monate nach dem Unfall wurden die Zeugen nicht vernommen. Ich habe keinerlei Rückmeldung. Doch nach dieser rücksichtslosen Fahrerflucht besteht Gefahr für andere", ärgert sich Schulze, der sich jedoch bei den zwei helfenden Pkw-Fahrern bedanken möchte.

"Wir können die Kritik nicht nachvollziehen. Einzelne Ermittlungsschritte werden grundsätzlich nicht bekannt gegeben. Daraus zu folgern, dass die Polizei 'nichts mache', ist schlichtweg falsch", verteidigt eine Sprecherin die langatmige Polizeiarbeit.

Schulzes Mountainbike war nach dem Unfall sichtbar demoliert.
Schulzes Mountainbike war nach dem Unfall sichtbar demoliert.
Stadtrat Torsten Schulze (48, Grüne) kritisiert die Polizeiarbeit nach dem Unfall.
Stadtrat Torsten Schulze (48, Grüne) kritisiert die Polizeiarbeit nach dem Unfall.  © Steffen Füssel

Titelfoto: Ove Landgraf, Steffen Füssel


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