Polizeibilanz: So viele Abschiebungen gab es 2015

190 Asylbewerber wurden in diesem Jahr abgewiesen.
190 Asylbewerber wurden in diesem Jahr abgewiesen.

Dresden - Die Polizei zieht Bilanz zu den Abschiebungen von Asylbewerbern in diesem Jahr. Bis einschließlich 31. Oktober konnte die Polizeidirektion Dresden 190 abgelehnte Asylbewerber ausweisen.

Die Abschiebungen erfolgten auf der Grundlage von Abschiebeanordnungen der Landesdirektion Sachsen, der Zentralen Ausländerbehörde in Chemnitz sowie der Ausländerbehörde Dresden.

Diese hatten die Dresdner Polizei bislang mit der Abschiebung von insgesamt 360 Personen beauftragt. Knapp die Hälfte der geplanten Abschiebungen konnten demnach nicht durchgeführt werden.

Das lag in den meisten Fällen daran, dass die Asylbewerber nicht an der gemeldeten Adresse angetroffen werden konnten.

Ein zweiter Hinderungsgrund war, dass Familien nur bei Vollzähligkeit abgeschoben werden können. Wenn Einsatzbeamte ein Familienmitglied nicht antrafen, mussten sie die Abschiebung abbrechen.

Aus den genannten Gründen mussten einige Meldeadressen mehrfach angefahren werden. Daher ergaben sich aus den 360 Abschiebeaufträgen insgesamt 410 Einsätze für die Dresdner Polizei.

Dafür wurde jeweils mindestens ein Funkstreifenwagen mit zwei Beamten eingesetzt. Die Einsätze dauerten durchschnittlich zwei Stunden.

Die 190 abgeschobenen Personen setzen sich aus 29 Familien und 76 Einzelpersonen zusammen. Die Menschen stammen aus mehr als 20 Nationen.

Den größten Anteil stellt Serbien mit 60 abgeschobenen Asylbewerbern dar, gefolgt von der Russischen Föderation (21), dem Kosovo (19), Tunesien (19) und Libyen (18).

Foto: dpa


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0