Dreister Telefonbetrug! Polizei ertappt falschen Polizisten

Im Dresdner Stadtgebiet schnappten sich die Beamten einen 37-Jährigen Trickbetrüger, der sich als falscher Polizist ausgab.
Im Dresdner Stadtgebiet schnappten sich die Beamten einen 37-Jährigen Trickbetrüger, der sich als falscher Polizist ausgab.  © dpa (Symbolbild)

Dresden - Am Dienstagnachmittag nahm die Dresdner Polizei einen 37-jährigen Trickbetrüger fest. Der Mann hatte zuvor mehrere Seniorinnen um vier- bis fünfstellige Euro-Beträge erleichtert.

Laut Dresdner Polizei beschwerten sich bereits am Montagabend mehrere Dresdner über betrügerische Anrufe. Die Rede war von Anrufern, die sich als Polizisten ausgaben. Sie berichteten von mehreren Einbrüchen in Dresden, durch die das Geld auf der Bank nicht mehr sicher sei und forderten die Angerufenen auf, ihnen (der falschen Polizei) die Moneten zu übergeben.

Um die Glaubwürdigkeit der Aktion zu unterstreichen, wurde auf dem Telefon als Rufnummer die 0351 für Dresden sowie die Polizei-Notrufnummer 110 eingeblendet.

Am Dienstag meldete sich dann eine 86-jährige Dame aus Striesen. Sie hatte dem vermeintlichen Polizisten 4000 Euro übergeben, bekam hinterher Zweifel an der Richtigkeit dieser Aktion.

Im Zuge der Ermittlungen kam die Sparkasse Dresden zu Hilfe und teilte mit, dass mehrere ältere Menschen versucht hatten, größere Beträge abzuheben. Zivile Beamte der Dresdner Kriminalpolizei beobachteten außerdem eine 74-jährige Dresdnerin, die insgesamt 28.000 Euro von ihrem Konto abhob.

Nahe ihrem Wohnhaus entdeckten die Polizisten einen verdächtigen VW Passat. An den Fahrzeugbesitzer übergab die ältere Frau tatsächlich das Geld.

Daraufhin schritt die Polizei ein und nahm den Mann fest. In seinem Pkw fanden die Beamten Bargeld in Höhe von 15.000 Euro. Die weiteren Ermittlungen gegen den Betrüger, der sowohl die 86-jährige Striesenerin, als auch eine 78 Jahre alte Frau aus Dresden-Trachau um 10.000 Euro erleichtert haben soll dauern an.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden wird der Kriminelle dem Ermittlungsrichter vorgeführt.

Im Zusammenhang mit dem Fall warnt die Polizei Anrufe von der Notrufnummer 110 entgegen zunehmen oder fordert die Bevölkerung auf, keinesfalls Wertsachen, Schmuck oder Bargeld an Polizisten zu übergeben.


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