Sachsens Polizei jagt Verkehrssünder ab heute nach Fahrplan

Dresden - Vergangenes Jahr verunglückten 198 Menschen auf Sachsens Straßen tödlich, 51 mehr als noch 2017. Auch die Zahl verunglückter Kinder im Straßenverkehr hat zugenommen.

Ab jetzt wird nach Plan die Kel­le im Stra­ßen­ver­kehr ge­schwun­gen
Ab jetzt wird nach Plan die Kel­le im Stra­ßen­ver­kehr ge­schwun­gen  © Holm Helis

Jetzt nimmt die Polizei Fahrt auf, um Verkehrssündern den Garaus zu machen. Heute startet nicht nur die jährliche Aktion "Blitz for Kids".

Die Stopp-Kelle wird in den nächsten Monaten noch öfter geschwungen werden: Bis Dezember steht der Zeitplan, in dem einzelne "Sündergruppen" verstärkt im Visier der Kontrolleure stehen.

Ab dem heutigen 1. April (7.30 Uhr) bis zum 14. April wird vor vielen Grundschulen in Sachsen wieder die Geschwindigkeit gemessen.

Zum Auftakt der jährlichen Aktion "Blitz for Kids" lässt es sich Landespolizeipräsident Horst Kretzschmar (59) nicht nehmen, dabei zu sein.

Er wird die ersten Raser an der Grundschule Naußlitz in Dresden begrüßen.

Während der Aktion kommen Geschwindigkeitssünder bei geringen Überschreitungen mit einer Ermahnung davon.

Raser aufgepasst: Ab heute positioniert sich die Polizei mit kleinen Helfern vor den Grundschulen.
Raser aufgepasst: Ab heute positioniert sich die Polizei mit kleinen Helfern vor den Grundschulen.  © Peter Zschage

In der zweiten Woche kassiert die Polizei Verwarn- und Bußgelder. 1390 Kinder verunglückten 2018 im Straßenverkehr, zehn mehr als 2017.

Doch auch außerhalb der Schulen lauert die Polizei - nach Plan: Im Mai wollen die Ordnungshüter verstärkt Zweiradfahrer ins Visier nehmen, im Juni und Dezember den Fokus auf Alkohol- und Drogen setzen.

Im Ferienmonat Juli sollten Wohnmobilfahrer wachsam sein, ebenso wie Brummi- und Busfahrer. Die beiden letzteren sind noch einmal im Oktober dran.

Im September ahnden die Kontrolleure Geschwindigkeitsüberschreitungen sowie Telefonieren am Lenkrad. Im Oktober wird verstärkt Fahrzeugbeleuchtung kontrolliert.

Allgemein als schwierige Gruppe im zunehmenden Straßenverkehr gelten Fahrer ab 65 Jahre: "Sie werden in den nächsten Jahren im Fokus stehen", so Polizeisprecher Torsten Jahn (40).

Mehr zum Thema Dresden:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0