Polizist verbietet Aufstellen von Gedenkkerzen für Opfer der Reichspogromnacht

An diesem Stolperstein wurden wie jedes Jahr Gedenkkerzen aufgestellt. Ein Polizist wollte das verhindern.
An diesem Stolperstein wurden wie jedes Jahr Gedenkkerzen aufgestellt. Ein Polizist wollte das verhindern.

Dresden - Es ist seit Jahren ein Brauch, nicht nur in Dresden: In Gedenken an die Reichspogromnacht stellen Bürger Grabkerzen an die Stolpersteine, die an ermordete Juden erinnern.

So wollten es auch einige Dresdner in der Seestraße an den Mahnmalen der Familie Schneck tun.

Doch diesmal hatte ein Polizist etwas dagegen, verbot, die Kerzen abzustellen. Dies sei ein unbeaufsichtigtes offenes Feuer und gefährlich, so die seltsame Begründung.

Die Gedenkenden blieben deshalb einfach vor Ort bis die Kerzen von selbst erloschen. Polizeisprecherin Jana Ulbricht (40) bestätigt den Vorfall: "Die Aufforderung ist in Anbetracht des Gedenktages der Reichspogromnacht in keinster Weise nachvollziehbar", sagt sie. "

Wir entschuldigen uns in aller Form für das Handeln des Beamten und werden es noch heute mit ihm nachbereiten."


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0