40.000 Euro für Sex! EU förderte diesen Puff im Grenzgebiet





In der „modernisierten Pension“ ging es seit Dezember 2015 rund.
In der „modernisierten Pension“ ging es seit Dezember 2015 rund.  © Screenshot

Dresden/Pomezi Nad Ohri - Fremdenverkehr der pikanten Art: Mit rund 40.000 Euro förderte die Europäische Union im tschechischen Grenzgebiet den Ausbau eines Bauernhauses zum Puff. Zielgruppe: Freier aus dem nahen Sachsen und Bayern.

Die Pension Retro in der 230-Seelen-Gemeinde (drei Kilometer von der deutschen Grenze entfernt) wurde 2015 modernisiert. Für Dach und Wärmedämmung der Mauern gab es 40 000 Euro von der EU - zur Stärkung des Fremdenverkehrs in der Region.

Das Ziel wurde auch erreicht - aber etwas anders als gedacht: Denn anstelle einer modernisierten Pension für harmlose Wandergäste wurde das alte Bauerngehöft zum Puff umgebaut.

Die spezielle Art des Fremdenverkehrs florierte tatsächlich: Zehn bis 15 Damen bedienten im „Partynightclub xxx“ vorwiegend Klientel aus Deutschland. Auf der Website wurde die halbe Stunde für ein Zimmer schon für 35 Euro angeboten plus 15 Euro „Ladydrink“!

Die EU-Kommission in Brüssel untersucht jetzt den Fall. Der Pension-Retro-Geschäftsführer Vaclav Vozka behauptete gestern gegenüber der Morgenpost: „Wir haben bereits alles zurückgezahlt, mehr sage ich nicht.“

Und Bürgermeister Radek Tlacil? Der sieht den Puff-Skandal am Rande des Ortes entspannt: „Wir wissen nicht so genau, ob der Bordell-Betrieb dort noch läuft. Für die Bauvorhaben existierte die Genehmigung.“ Seine Gemeinde lebt von deutschen Schnäppchenjägern, hat ein Casino und Restaurants. „Es ist das einzige Bordell hier“, sagt Tlacil.

Na dann: Vitame Vas - herzlich willkommen in Pomezi nad Ohri.





In der „modernisierten Pension“ ging es seit Dezember 2015 rund.
In der „modernisierten Pension“ ging es seit Dezember 2015 rund.

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