Zoll alarmiert! Teufelsdroge Crystal kommt immer öfter per Post

Der Zoll lässt Postsendungen
verstärkt
von Drogenhunden
durchschnüffeln.
Der Zoll lässt Postsendungen verstärkt von Drogenhunden durchschnüffeln.

Dresden/Prag - Crystal von der Post macht derzeit den Zöllnern Sorgen. Wer sich nicht mehr traut, selbst zu schmuggeln, schickt die Teufelsdroge per Päckchen oder Briefsendung.

Keine 200 Kilometer von Dresden entfernt liegt der Vaclav-Havel-Airport in Prag. Er gilt als Umschlagplatz, insbesondere für Drogen, die nach Westeuropa verschickt werden.

Dazu zählen nicht nur Crystal, auch Marihuana, Kokain, LSD. "Der Anstieg der Feststellungen von Drogen ist rasant. Seit Januar haben wir bereits 638 Sendungen sichergestellt. Ein Jahr zuvor waren es im gleichen Zeitraum gerade einmal 348 und 2015 insgesamt 308", so Zollsprecherin Sarka Miskovska.

"Nach Deutschland geht insbesondere Crystal", so Miskovska. Auch über Umwege nach Sachsen.

"Der Postweg scheint den Schmugglern gefahrloser."

Ein
Postumschlag
mit berauschender
Fracht
- "weiße Witwe" (Kokain), Hasch
und Crystal.
Ein Postumschlag mit berauschender Fracht - "weiße Witwe" (Kokain), Hasch und Crystal.

„Viele denken, dass sie dadurch als Person nicht in Erscheinung treten“, sagt Heike Wilsdorf, Sprecherin vom Hauptzollamt Dresden.

Auch in Sachsen ist die Zahl der Sicherstellungen im Post-, Kurier- und Expressdienst innerhalb eines Jahres von 150 (2015) auf 195 (2016) angestiegen. 695 Kilogramm Rauschgift wurden im letzten Jahr insgesamt am Leipziger Flughafen aus dem Verkehr gezogen.

Für Schmuggler wird es dennoch enger. Die Zusammenarbeit beider Länder hat sich intensiviert: "Wir arbeiten sehr eng mit dem tschechischen Zoll zusammen. Der Informationsaustausch ist ein permanenter Prozess."

Und weiter: "Dazu zählt der Austausch zur Lageentwicklung und einzelner Ermittlungsschritte“, so Bianca Richter, Sprecherin des Zollfahndungsamtes Dresden.


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