Dresden-Prohlis: Streit um Frau endet in tödlichem Messerangriff

Dresden - Einst waren Zieyd H. (38) und Mohamed J. (39) beste Freunde. Doch dann gerieten sie in Streit wegen einer Frau. Mohamed erstach Zieyd im März in Dresden-Prohlis. Jetzt wird wegen Mordes gegen den Tunesier am Landgericht Dresden prozessiert.

Mordopfer Zieyd H. (38) verblutete.
Mordopfer Zieyd H. (38) verblutete.  © privat

Der Automechaniker wohnte mit der Reinigungskraft Anke M. (46) zusammen.

"Wir wollten sogar heiraten, hatten schon das Aufgebot bestellt", so die Zeugin. "Aber wegen seiner ständige Eifersucht auf alles und jeden, habe ich ihn irgendwann rausgeschmissen. Ich hatte nie was mit seinem Freund Zieyd. Und Mohamed warf mir vor, ihn sogar geheiratet zu haben. Völliger Blödsinn."

Doch der Tunesier ließ nicht locker, beschimpfte und belästigte auch Zieyd immer wieder.

"Er brüllte vor unserem Fenster", berichtet Zieyds Freundin Conny (47) von jenem dramatischen Abend. "Er soll kommen, sie müssten reden. Und Zieyd ging ..."

Laut Anklage machten die Männer einen Spaziergang durch Prohlis.

Unvermittelt wurde dem Opfer in den Hals gestochen

Mohamed J. (38) erklärte, der Tod seins Freundes sei ein Unfall gewesen.
Mohamed J. (38) erklärte, der Tod seins Freundes sei ein Unfall gewesen.  © Norbert Neumann

Als sie wieder vor Zieyds Haus standen, zückte Mohamed ein Messer. "

Er stach dem Opfer unvermittelt in den Hals. Der Angeklagte sah seine Freundin als sein Eigentum, wollte Kontakt zu anderen unterbinden", so die Staatsanwältin.

Mohamed erklärte dem Gericht dagegen wortreich, sein Freund habe ihm gegen die Hand geschlagen, dabei sei das Messer im Hals gelandet.

Er habe es herausgezogen und sei gegangen. Blut habe er keines gesehen. Dabei hatte er die Halsschlagader getroffen! Zieyd schleppte sich mit letzter Kraft zu seiner Freundin Conny: "Überall war Blut, er starb in meinen Armen." Urteil folgt.

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