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Heute feiert die Prohliser Platte ihren 40.

Dresden - Auf den Tag genau vor 40 Jahren begann die Errichtung der bekannten Wohnsiedlung in Dresden-Prohlis für 30 000 Menschen.
Die Neubausiedlung Prohlis feiert 40. Geburtstag. An der Prohliser Allee sollte heute eigentlich das Leben florieren. Da der geplante Boulevard aber ausblieb, gilt die Platte als „unvollendet“.
Die Neubausiedlung Prohlis feiert 40. Geburtstag. An der Prohliser Allee sollte heute eigentlich das Leben florieren. Da der geplante Boulevard aber ausblieb, gilt die Platte als „unvollendet“.

Von Hermann Tydecks

Dresden - Vor genau 40 Jahren schossen die ersten Betonriesen im Südosten aus dem Boden: Das Neubaugebiet Prohlis war geboren. Chefplaner des Mega-Bauprojekts war Udo Fehrmann (81).

Mit MOPO24 besuchte der Dresdner „sein“ Prohlis und verrät, warum sich die Platte zum Brennpunktviertel entwickelt hat.

Udo Fehrmann schaut vom 17. Stock eines Betonriesen hinab. Sein Blick wandert die Prohliser Allee entlang, die Hauptachse des Viertels. „Prohlis ist bis heute unvollendet“, bedauert der Chefplaner. „So war das nicht gedacht.“ Aber der Reihe nach ...

„Prohlis entstand aus der Not heraus“, erinnert sich der Vater des Plattenviertels. „Die Dresdner litten unter massiver Wohnungsnot.“

Die Oberwasserbehörde wollte den Geberbach in Rohren verstecken. Der Chefplaner legte Veto ein, Bäume und Gewässer blieben damit sichtbar und erhalten.
Die Oberwasserbehörde wollte den Geberbach in Rohren verstecken. Der Chefplaner legte Veto ein, Bäume und Gewässer blieben damit sichtbar und erhalten.

Die Mission des damaligen Stadtplaners: „Innerhalb von fünf Jahren sollten wir 10 000 Wohnungen schaffen!“ 50 Standorte wurden geprüft, der Südosten war günstig.

Bis auf das alte Dorf Prohlis (einzig der heutige Palitzschhof blieb erhalten) und das Schloss (nach einem Brand 1980 wurde die Ruine 1985 abgerissen) gab es Felder, günstige Verkehrsanbindung und Arbeitsstätten in der Nähe (VEB Mikromat, Schokopack).

Am 26. Februar 1976 montierten Bauarbeiter den ersten Wohnblock an der Trattendorfer Straße, im Oktober zogen die ersten Mieter ein. Von Nord nach Süd wurden bis 1980 vier Wohnkomplexe auf 140 Hektar gebaut: 9 Siebzehn-Geschosser, 26 Zehngeschosser und 102 Sechsgeschosser.

In der „Stadt in der Stadt“ war alles da und alles nah: Schulen, Kindergärten, Kaufhallen, Dienstleistungsgebäude (mit Friseur und Reinigung), Poliklinik, Schwimmhalle, Postamt, Sparkasse, Sportstadion, Kaufhaus und Clubgaststätten. Der Geberbach sollte zum Schutz vor Hochwasser verrohrt werden. Fehrmann lehnte das ab, heute erfreuen sich die Prohliser an dem Gewässer.

Eine Luftaufnahme aus dem Jahr 1979, ein Jahr vor der Fertigstellung der Wohnblock-Bebauung. Manche Straßen waren noch „Schlammpfade“, auch Höfe noch nicht bepflanzt.
Eine Luftaufnahme aus dem Jahr 1979, ein Jahr vor der Fertigstellung der Wohnblock-Bebauung. Manche Straßen waren noch „Schlammpfade“, auch Höfe noch nicht bepflanzt.

„Überhaupt ist es unglaublich grün geworden.“ Ein Verdienst auch der Mieter: Sie nahmen nach dem Einzug die Schaufel in die Hand, luden angelieferte Muttererde aus, pflanzten Blumen im Hinterhof.

In den 80er Jahren wohnten über 30 000 Menschen in Prohlis, die Wohnungen mit Bad und Fernheizung waren begehrt. Nach der Wende verlor die Platte an Attraktivität, tausende Mieter zogen in frisch sanierten Altbau. Heute leben noch rund 13 500 Menschen in 8340 Wohnungen (Leerstand: 6,1 Prozent).

„Prohlis hat ein Problem, was mich traurig macht. Es fehlt an kulturellen Einrichtungen“, bedauert Fehrmann. Dabei war geplant, die Prohliser Allee zum florierenden Boulevard zu machen! In Vorbauten sollten Geschäfte, Cafés und Clubräume entstehen. Auch ein Kulturzentrum mit Bühne (800 Plätze) war vorgesehen. Doch am Ende fehlten dafür Geld und ausführende Betriebe, neue Projekte wie Gorbitz genossen Vorrang.

Die Folgen sind bis heute spürbar: „Das kulturelle und gesellschaftliche Leben konnte sich nicht ausreichend entwickeln. Das führt zu Frust, lässt die Leute vereinsamen“, sagt Fehrmann.

„Vielleicht könnte man alte Gaststätten wie den ,Stern‘ in alter Funktion wiederbeleben, den Prohlisern Gesellschaftsräume, Bierkeller und Kegelbahn bieten.“

Das ist der Mann, der Prohlis erschuf

1975: Udo Fehrmann (li.) mit Kollegen am Prohlis-Modell.
1975: Udo Fehrmann (li.) mit Kollegen am Prohlis-Modell.

Dr. Udo Fehrmann wurde 1934 in Leipzig geboren und wuchs in Templin (Uckermark) auf. 1953 kam er zum Studium der Architektur an die TU nach Dresden, promovierte anschließend. Seit den 60er Jahren arbeitete er als Stadtplaner beim Stadtarchitekten. Er konzipierte dabei mehrere Wohngebiete wie etwa Johannstadt Süd, Leuben und Prohlis. 1995 ging er in Rente. Fehrmann ist seit über 50 Jahren verheiratet, hat je zwei Kinder und Enkel.
Übrigens: In „seinem“ Prohlis hat er nie gewohnt, ist der Platte aber treu! Seit 1966 wohnt er in einem Zehngeschosser an der Stübelallee am Großen Garten - auch dieses Wohngebiet hat Fehrmann selbst geplant.

Chefplaner Udo Fehrmann mit den Original-Plänen „seines“ Prohlis an der Trattendorfer strasse, wo vor 40 Jahren alles begann
Chefplaner Udo Fehrmann mit den Original-Plänen „seines“ Prohlis an der Trattendorfer strasse, wo vor 40 Jahren alles begann

Der erste Block stand an der Trattendorfer

Was kaum einer weiß: Als vor 40 Jahren die Bauarbeiter an der Trattendorfer Straße den „offiziell ersten Wohnblock“ montierten, stand dort bereits ein Sechsgeschosser vom Typ WBS 70 (siehe Foto)! Dieser wurde im Jahr zuvor hochgezogen, damit die Bauarbeiten in Prohlis überhaupt starten konnten. In dem Block hatte aber niemand gewohnt: Die Räume dienten der Bauleitung als Basis und Arbeitern als Umkleide. Die konnten sich dort waschen, auch ein Speiseraum und eine Sanitätsstelle wurden eingerichtet.

Kultur für die Platte

Ein Kommentar von Hermann Tydecks

Alles Gute Prohlis! Die Plattensiedlung feiert 40. Geburtstag. Kein anderes Viertel in Dresden wurde so schnell aus dem Acker gestampft, wuchs so schnell - und wurde nach der Wende von tausenden Mietern so eilig wieder verlassen.

Erinnern Sie sich noch, wie stolz die Familien in den 80er Jahren waren, eine moderne Neubau-Wohnung in Prohlis ergattert zu haben? Kaum zu glauben, wie sich die Verhältnisse gewandelt haben. Heute hat die Platte den Ruf als Brennpunktviertel weg.

Die Gründe dafür sind hausgemacht. Prohlis bekam seine Flaniermeile an der Prohliser Allee nicht! Dabei sahen die Pläne klar vor: Über 800 Meter lang sollten Vorbauten an den Betonriesen errichtet werden. Darin sollten Geschäfte, Cafés, Gesellschaftsräume eingerichtet werden. Man kann es sich in etwa wie auf der Borsbergstraße vorstellen.

Allein: Es mangelte nach 1980 an Geld und Fachkräften, die diese individuellen Bauten errichten konnten. Zwar wäre die Platte auch dann Platte geblieben. Doch eine Erlebnismeile hätte den Prohlisern Raum zur Entfaltung gegeben, Angebote geschaffen für Tanzgruppen, Kartenspieler, Bücherfreunde, Sammler, Vereine.

Schwierig, diese Entwicklung jetzt noch zu korrigieren. Ein Lichtblick ist der heutige Palitzschhof, der Ausstellungen, Handwerkskurse und Veranstaltungen anbietet und auch Räume vermietet. Prohlis sind mehr solcher Einrichtungen zu wünschen!

Fotos: Petra Hornig (2), Eric Münch (1), Waltraut Kossack (1), Repro Tydecks (1), Hans-Dieter Opitz (1).

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