Taxi-Protest in Dresden! Autokorso durch die Stadt gegen Uber und Co.

Dresden - In den frühen Morgenstunden versammelten sich am Dresdner Ammonhof rund 130 Taxen, die dann mit einem Autokorso durch die Stadt gegen die Billigkonkurrenz protestierten.

Die Taxen fuhren in einem Autokorso durch Dresden.
Die Taxen fuhren in einem Autokorso durch Dresden.  © Christian Essler

Mit der Aktion wollen sich die Taxifahrer gegen die Liberalisierung des Marktes zur Wehr stellen. Der Bundesverband Taxi und Mietwagen (BZP) hatte zu der Aktion aufgerufen.

Auch Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Wiesbaden, Stuttgart, Leipzig und Magdeburg beteiligen sich an der Aktion.

Die Proteste richten sich gegen Pläne des Verkehrsministeriums, den Fahrdienstmarkt zu öffnen. Wesentliche Auflagen für neue Mobilitätsdienstleister wie Uber, Moia und andere sollen gestrichen werden. Taxis müssten sich damit auf mehr Konkurrenz einstellen.

Für viele Fahrer geht es nach BZP-Angaben um die Existenz. Zahlen zu Umsatzeinbußen seit dem Aufkommen der neuen Mobilitätsdienste liegen dem Verband nicht vor.

Der Vize-Chef des Taxi-Verbandes NRW, Dennis Klusmeier, warnte im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur, dass zahlreiche Taxiunternehmer vor der Pleite stünden, wenn die Pläne des Verkehrsministeriums tatsächlich umgesetzt würden.

Die Taxifahrer versammelten sich vor der Fahrt am Ammonhof.
Die Taxifahrer versammelten sich vor der Fahrt am Ammonhof.  © Christian Essler

Scheuer twitterte am frühen Dienstagabend ein Video, das ihn in einem Taxi zeigt, und dazu unter anderem die Botschaft:

"Wir brauchen die Taxis, auch in Zukunft. Danke an Thomas für die Taxifahrt zum Bundestag."

Insgesamt gibt es nach Angaben eines BZP-Sprechers in Deutschland rund 250.000 Taxifahrer. Wie viele sich an den Aktionen beteiligten und wie genau die Auswirkungen für Kunden aussähen, darüber habe man keinen genauen Überblick. In Berlin gebe es etwa rund 8000 Fahrer. Man gehe von mehreren Tausend Beteiligten aus.

Die, gegen die sich die Proteste auch richten, sind an diesem Mittwoch weiter im Einsatz. Aber auch Uber, BerlKönig und andere Fahrdienste könnten bei verstopften Straßen Probleme bekommen. Ein Sprecher des Fahrdienstvermittlers Uber in Deutschland zeigte sich am Dienstag versöhnlich: "Taxis sind für Uber wichtige Partner. Wir alle wollen, dass die Menschen öfters ihr privates Auto stehen lassen."

Zudem vermittle Uber auch Fahrten an Taxis. Allein in Berlin habe man 1500 Taxi-Partner. Uber Deutschland ist in Berlin, München, Düsseldorf und Frankfurt am Main vertreten.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0