Freie Kameradschaft Dresden: Zwei kriminelle Rechte wandern hinter Gitter

Robert S. (19, links) schlug in Pirna mit einem Teleskopschlagstock auf einen Flüchtling ein. Florian N. (27, rechts) besorgte Vermummung für die Kameradschaft, fertigte Banner und Aufkleber für sie an.
Robert S. (19, links) schlug in Pirna mit einem Teleskopschlagstock auf einen Flüchtling ein. Florian N. (27, rechts) besorgte Vermummung für die Kameradschaft, fertigte Banner und Aufkleber für sie an.

Dresden - Haft für die ersten Mitglieder der "Freien Kameradschaft Dresden" (FKD): Robert S. (19) und Florian N. (27) müssen beide für jeweils drei Jahre und acht Monate hinter Gitter. Die beiden hatten gestanden, Mitglieder der kriminellen Vereinigung gewesen zu sein.

Ein Hetzer und ein Schläger: Florian N. war bei den Krawallen von Heidenau und Connewitz mitten im Mob dabei, doch gewalttätig wurde er nicht.

Dafür stellte er unter anderem Kontakte zur "Gruppe Freital" her. Ganz anders "Kamerad" Robert: Der warf in Heidenau mit Feuerwerkskörpern auf die Polizei, klaute einen Feuerlöscher aus der Tankstelle, um damit um sich zu sprühen, schlug gleich mehrfach auf Ausländer, auch mit Schlagstock, ein.

Beide bekamen die selbe Strafe: Drei Jahre und acht Monate Haft. "Zwei junge Männer, die sogenannte Retter und Beschützer Dresdens vor Ausländern sein wollten", sagt Richter Joachim Kubista (53) - und dann keiner ohne Vorstrafe: Florian verstieß zuvor gegen das Versammlungsrecht, darf bis Haftantritt zur Mutter nach Hause.

Robert hatte schon mit Drogen, Diebstahl und Raub zu tun, bleibt hinter Gittern.


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