Infinus-Fall lässt Dresdens Kriminalität um 33 Prozent steigen!

Dresden - Die Anklage im Wirtschaftskrimi um den Finanzdienstleister Infinus (TAG24 berichtete) verhagelt die Kriminalitätsstatistik für Dresden: Satte 23.626 Strafverdachtsfälle stammen allein aus dem Infinus-Fall und sorgen rechnerisch um einen Anstieg der Kriminalität um 33 Prozent!

Satte 23.626 Strafverdachtsfälle in Dresden stammen allein aus dem Infinus-Fall und sorgen rechnerisch um einen Anstieg der Kriminalität um 33 Prozent!
Satte 23.626 Strafverdachtsfälle in Dresden stammen allein aus dem Infinus-Fall und sorgen rechnerisch um einen Anstieg der Kriminalität um 33 Prozent!  © DPA

Doch sieht man von diesem Mammut-Komplex ab, ist die Kriminalität in Dresden sogar um um 6,6 Prozent zurückgegangen. Daran sollen auch die Polizei-Pferde einen Anteil haben.

Eigentlich könnten die Ermittler zufrieden sein: Die 22.929 Diebstähle, Hauptstraftat in der Landeshauptstadt im Jahr 2017, sind immerhin 2627 weniger als noch im Jahr zuvor. Dafür ist die Aufklärungsquote von 30 auf 35,5 Prozent gestiegen. Dafür überschwemmen jedoch Drogen die Stadt: Stellten die Ermittler 2016 noch 1947 Fälle der Rauschgift-Kriminalität fest, sind es 2017 schon 2827 Fälle. 528 dieser Drogen-Fälle sind zwar nur statistisch vorhanden, da sie seit 2017 nicht mehr dem Zoll, sondern der Polizei zugerechnet werden, trotzdem bleibt ein deutlicher Anstieg.

Die Polizei führt diesen auf verstärkte Kontrollen zurück. 23,8 Kilo Marihuana, sechs Kilo Haschisch und 800 Gramm Crystal konnten Polizisten im vergangenen Jahr auf Dresdens Straßen beschlagnahmen. Schwerpunkte waren dabei der Bahnhofsvorplatz und die Neustadt - mit unterschiedlichen Entwicklungen: "Gerade im Bereich des Alaunparks konnten wir durch unsere Präsenz, gerade auch durch die Reiterstaffel, das Sicherheitsgefühl spürbar verbessern", sagt Polizeipräsident Horst Kretzschmar (58).

"In der Altstadt hingegen läuft es eher auf die prophezeite Verdrängung hinaus. So zeichnen sich derzeit das Rundkino und die Trompeterstraße als neue Schwerpunkte ab.“

Die Pferde im Alaunpark sollen die Neustadt sicherer gemacht haben.
Die Pferde im Alaunpark sollen die Neustadt sicherer gemacht haben.  © Robert Michael
Polizeipräsident Horst Kretzschmar (58) stellte gestern die Kriminalitätsstatistik für Dresden vor.
Polizeipräsident Horst Kretzschmar (58) stellte gestern die Kriminalitätsstatistik für Dresden vor.  © Norbert Neumann
Am Wiener Platz ging die Polizei massiv gegen Dealer vor, diese suchten sich nun andere Plätze.
Am Wiener Platz ging die Polizei massiv gegen Dealer vor, diese suchten sich nun andere Plätze.

WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0