Prozess Gruppe Freital: Terror-Opfer bricht bei Zeugenaussage in Tränen aus

Auch für den Sprengstoff-Anschlag am Büro der Parteil DIE LINKE in Freital 
soll die Gruppe Freital verantwortlich sein.
Auch für den Sprengstoff-Anschlag am Büro der Parteil DIE LINKE in Freital soll die Gruppe Freital verantwortlich sein.  © Roland Halkasch

Dresden - Schock und Angst sitzen noch immer tief. Die rechte „Gruppe Freital“ sprengte das Auto des Linken-Stadtrats Michael Richter (41). Freitag sagte der Politiker im Terror-Prozess am OLG aus - mit Tränen in den Augen.

„Ich gehe jeden Morgen einen anderen Weg und auch nie zur selben Zeit“, beschrieb Richter die Wirkung der Tat vom Juli 2015.

Damals hatte die Täter nachts Böller und eine selbstgebastelte Bombe (Schwarzpulver und Kieselsteine) im Innenraum seines Golfs hochgehen lassen (TAG24 berichtete). Aus Rache für Richters Einsatz für Flüchtlinge. Auch Mordaufrufe gab es. An die Wand des Parteibüros wurde geschmiert: „Richter, wir kriegen dich“.

Bei Ermittlungen gegen die Täter wurden auf dem Handy des Angeklagten Justin S. (19) Fotos vom neuen Auto Richters entdeckt. Heißt: Der Terror gegen ihn sollte weiter gehen.

Den sieben Männern und einer Frau (19 bis 39) werden die Bildung einer terroristischen Vereinigung und versuchter Mord vorgeworfen. Der Prozess wird fortgesetzt.





Michael Richter (41), Stadtrat und Mitglied der Partei DIE LINKE, wurde Opfer 
der Terror-Gruppe.
Michael Richter (41), Stadtrat und Mitglied der Partei DIE LINKE, wurde Opfer der Terror-Gruppe.  © Christian Suhrbier

WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0