Millionen-Kosten! Infinus wird zum "Kaugummi-Prozess"

Richter Hans Schlüter-Staats (56) und seine Wirtschaftsstrafkammer quälen sich seit zwei Jahren durch den Infinus-Skandal.
Richter Hans Schlüter-Staats (56) und seine Wirtschaftsstrafkammer quälen sich seit zwei Jahren durch den Infinus-Skandal.  © Holm Helis

Dresden - Er nimmt einfach kein Ende. Der Prozess gegen sechs Ex-Manager (48 bis 57 Jahre) des Finanzdienstleisters Infinus läuft inzwischen zwei Jahre. Jetzt kamen weitere Termine für den "Kaugummi-Prozess" hinzu:

Bis April wird drei Mal wöchentlich verhandelt.

Die sechs Ex-Manager sollen laut Anklage 22 000 Anleger um 312 Millionen Euro betrogen haben.

Als die 5. Strafkammer den Prozess im Oktober 2015 begann, war der Plan kühn: 13 Prozesstage, Urteil Ende 2015. Längst Geschichte. Der komplexe Wirtschafts-Krimi dauert an. Allein die Anwaltskosten für die bisher 130 Prozesstage summieren sich inzwischen auf über eine Million Euro.

Ein Ende ist nicht in Sicht. Das hat Folgen für andere Prozesse: Denn der Chef der Wirtschaftskammer, Hans Schlüter-Staats (56), übernimmt zu Beginn des neuen Jahres eine (kleinere) Berufungskammer.

Natürlich muss er Infinus "nebenbei" zu Ende bringen, ebenso den erst jüngst begonnenen Sky-Betrugs-Prozess (20 Mio. Schaden). Wann Schlüter-Staats so Zeit für Berufungssachen haben soll, wenn allein Infinus an drei Tagen pro Woche verhandelt wird, steht in den Sternen ...


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